CVP will Suizid-Beihilfe in der Schweiz nicht verbieten
publiziert: Donnerstag, 14. Aug 2008 / 16:38 Uhr

Bern - Die CVP-Parteispitze spricht sich gegen den sogenannten «Sterbetourismus» aus. Beihilfe zur Selbsttötung «aus achtenswerten Beweggründen» soll in der Schweiz aber weiterhin möglich sein, heisst es in einem Positionspapier.

Der Bundesrat prüft derzeit die Frage der Sterbehilfe.
Der Bundesrat prüft derzeit die Frage der Sterbehilfe.
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Das Papier «Nein zum Sterbetourismus» wurde am 13. Juni vom Parteipräsidium verabschiedet und an die Kantonalsektionen zur Vernehmlassung geschickt, wie CVP-Sprecherin Marianne Binder gegenüber der Nachrichtenagentur SDA bestätigte.

«Die CVP will, dass der Sterbetourismus unterbunden wird», heisst es in dem vom «Tagesanzeiger.ch/Newsnetz» zitierten Papier. Sterbewillige aus dem Ausland sollen also nicht in die Schweiz reisen können, um hier Beihilfe zum Freitod zu erhalten.

Des weiteren fordert die Partei, «dass die Beihilfe zur Selbsttötung nur Personen gewährt werden darf, die mindestens seit einem Jahr ihren Wohnsitz in der Schweiz haben».

«Diese hat in der Schweiz Tradition»

Die Beihilfe zur Selbsttötung ohne selbstsüchtige Beweggründe soll in der Schweiz aber erlaubt bleiben. «Diese hat in der Schweiz Tradition, ist gesellschaftlich verankert», heisst es in dem Papier.

Laut Art. 115 des Strafgesetzbuches ist Beihilfe zum Selbstmord nur strafbar, wenn diese aus «selbstsüchtigen Beweggründen» erfolgt, hält das Papier fest. Fehlen selbstsüchtige Beweggründe, so ist die Beihilfe heute straffrei.

Der Bundesrat prüft derzeit die Frage der Sterbehilfe. Er hat bei Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf einen Bericht zu Gesetzesvorschriften über die organisierte Sterbehilfe in Auftrag gegeben. Dieser soll Anfang 2009 vorliegen.

Papst Benedikt XVI. und der Vatikan sind strikt gegen jede Sterbehilfe. Die Schweizerische Bischofskonferenz sprach sich im Juli klar gegen gesetzliche Regelungen zur organisierten Sterbehilfe aus.

(smw/sda)

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Sorry, natürlich
natürlich meinte ich die CVP, der Artikel sagt es ja klar und deutlich, wessen Positionspapier es ist.
CVP, nicht SVP
Liebe Logine, wir wollen die Lorbeeren doch gerecht verteilen. Diesmal ist es die CVP, die über ihren Schatten springt.
Mal was Positives!
Da überrascht mich die SVP mal wirklich positiv - die Schweiz ist ein liberales Land, und sie soll es auch bleiben,vor allem, wenn es um grundsätzliche Freiheiten geht, wie die, selbst über das eigene Sterben bestimmen zu können, und wenn nötig, sich dabei helfen zu lassen. Bravo.
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