Calmy-Rey: Frauen sollen Macht anstreben
publiziert: Samstag, 8. Mrz 2003 / 15:40 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Mrz 2003 / 17:40 Uhr

Frauenfeld - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat vor dem Frauenfelder Frauenparlament aus Anlass des Frauentags die Frauen dazu aufgerufen, Macht anzustreben. Wobei sie einschränkte, es gebe keine absolute Macht.

Micheline Calmy-Rey berichtete von eigenen Erfahrungen als Frau in der Politik.
Micheline Calmy-Rey berichtete von eigenen Erfahrungen als Frau in der Politik.
1 Meldung im Zusammenhang
Noch immer hätten Frauen nicht die gleichen Möglichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft wie die Männer, sagte Calmy-Rey. Mit Gesetzen allein lasse sich dieser Umstand aber nicht beheben. Frauen müssten sich über die Abwertung hinweg setzen, mit der man versuche, sie von Macht und Einfluss fern zu halten.

Zwar akzeptiere man inzwischen, dass Frauen erwerbstätig seien, aber man wolle sie dabei auf Gebiete beschränken, die als der weiblichen Sensibilität angemessen empfunden würden. Dringe dann eine Frau doch in eine Männerdomäne vor, werde versucht, sie und ihre Arbeit abzuwerten.

Als Beispiel nannte Calmy-Rey sich selbst: Man habe sie mit dem Spitznamen Cruella belegt, womit man das Bild einer skrupellosen und unmenschlichen Person herauf beschworen habe. Gleichzeitig sei versucht worden, ihre Arbeit auf Haushaltsniveau zu bringen: Was habe sie schliesslich anderes getan, als den Haushalt eines Kantons geführt, als sie die Finanzen saniert habe?

Dieser Strategie der Abwertung müssten Frauen ein anderes Bild von Führung gegenüberstellen. Sie sollten dazu stehen, dass sie ein Stück politischer Macht wollten. Allerdings könne nicht darum gehen, andere zur Unterordnung zu zwingen. Sie sollten via Dialog, Information und mit eigenen Kompetenzen an den Arbeiten zur Erreichung eines Ziels beteiligt sein.

Als wichtig beurteilte Calmy-Rey auch, dass Frauen den Kampf ums Geld gewinnen müssten, denn Geld bedeute auch Macht. Der Wert weiblicher Arbeit bleibe aber noch immer weithin unsichtbar. So werde Hausarbeit bei der Errechnung des Bruttosozialprodukts nicht berücksichtigt.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Arbeit der neuen ... mehr lesen
Micheline Calmy-Rey
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit ... mehr lesen
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 9°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 9°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 7°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 10°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 12°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten