Calmy-Rey fordert Unabhängigkeit des Kosovo
publiziert: Freitag, 19. Mai 2006 / 13:40 Uhr

Laax - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat sich in Laax erneut für eine «formelle Unabhängigkeit» des Kosovo ausgesprochen. Sie äusserte sich anlässlich eines Seminars, an dem sich Serben und Kosovaren beteiligten.

Micheline Calmy-Rey engagiert sich stark für den Kosovo.
Micheline Calmy-Rey engagiert sich stark für den Kosovo.
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Am kommenden Dienstag beginnt unter der Schirmherrschaft der UNO die fünfte Verhandlungsrunde in Wien über das Statut des Kosovo. Die Schweiz ist nicht Mitglied der Kontaktgruppe, engagiert sich aber in der Frage.

«Das Statut des Kosovo muss so rasch wie möglich festgelegt werden», forderte Calmy-Rey an dem Seminar, das am Donnerstag und Freitag vom Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) organisiert worden war.

Spannungen zwischen Bern und Belgrad

Im Zentrum der Gespräche stand die Erfahrung des Kantons Graubünden mit der Gemeindeautonomie.

Bisher gab es bei den Statut-Verhandlungen kaum Fortschritte, beide Seiten beharren auf ihren Positionen.

Die Albaner des Kosovo, die über 90 Prozent der zwei Millionen Einwohner stellen, wollen die Unabhängigkeit von Serbien. Belgrad lehnt das ab. Die Schweizer Position hatte zu Spannungen zwischen Bern und Belgrad geführt.

(rr/sda)

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