Calmy-Rey ist stolz auf die Schweiz
publiziert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 19:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Mai 2006 / 20:48 Uhr

New York - Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ist «äusserst stolz» darauf, dass die Schweiz in den neuen UNO-Menschenrechtsrat gewählt wurde.

Die bei der Kandidatur in Aussicht gestellten Verpflichtungen gelte es nun unbedingt einzuhalten.
Die bei der Kandidatur in Aussicht gestellten Verpflichtungen gelte es nun unbedingt einzuhalten.
2 Meldungen im Zusammenhang
Die Einsitznahme bedeute aber auch eine grosse Herausforderung, sagte sie vor den Medien. Die Beachtung der Menschenrechte sei seit je her ein wichtiges Anliegen der Schweizer Aussenpolitik gewesen. Die Schweiz besitze eine lange Tradition, die mit der Arbeit im neuen Gremium nun weiter geführt werden soll. Die Wahl sei auch das Resultat der grossen Glaubwürdigkeit der Schweiz.

Die Schweiz wolle nun aktiv darauf hinwirken, dass das neue Gremium mit frischen Mechanismen zu laufen beginne und nicht in den Trott der in Verruf geratenen Menschenrechtskommission zurück falle, so Calmy-Rey weiter. Dazu seien grosse Anstrengungen notwendig, es bedürfe vieler kleiner Schritte.

Auch mit China und Kuba handlungsfähig

Dass mit Ländern wie China und Kuba auch Staaten in den Rat gewählt wurden, die wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt sind und die der umstrittenen Menschenrechtskommission angehörten, entwertet den Rat laut Calmy-Rey nicht. Einige Länder wie Kuba hätten ihre Menschenrechtspolitik bereits teilweise angepasst.

Die Schweiz sei nicht zuletzt auch wegen ihres grossen Engagements bei der Schaffung dieses Rates belohnt worden, sagte Calmy-Rey.

Künftiger Delegation-Chef Blaise Godet?

Der neue Menschenrechtsrat wird am 19. Juni an seinem Sitz in Genf erstmals zusammentreten. Rund um diesen Anlass planen der Bund, der Kanton und die Stadt Genf, das Hochkommissariat für Menschenrechte, das Büro der Vereinigten Nationen sowie andere diverse Veranstaltungen und Feiern. Chef der künftigen Schweizer Delegation werde mit grosser Wahrscheinlichkeit der Schweizer UNO-Botschafter in Genf, Blaise Godet, sein.

Die UNO-Vollversammlung in New York hatte die Schweiz am Dienstagabend im ersten Wahlgang mit 140 von 191 Stimmen in das neue Gremium gewählt, zusammen mit sechs weiteren Ländern der «westlichen Gruppe». Insgesamt bewarben sich 64 Staaten um die 47 Sitze.p>

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ein Mitglied des Politbüros ... mehr lesen
Beim Treffen mit Micheline Calmy-Rey ging es vor allem um das Thema Menschenrechte.
Die Schweiz erhielt die viertmeisten Stimmen. Bild: UNO-Hauptsitz in New York.
New York - Die Schweiz ist in den ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis Schweiz als Pilotgemeinde ausgewählt. Bereits wurden 100 Objekte erfasst. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 10°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 9°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 11°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 16°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten