Calmy-Rey legt Fokus auf Schwellenländer
publiziert: Montag, 23. Aug 2010 / 17:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Aug 2010 / 17:40 Uhr
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey.
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey.

Bern - Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat ihre Diplomaten zu verstärkter internationaler Zusammenarbeit aufgerufen. Die Aussenpolitik der Schweiz müsse der Machtverschiebung hin zu Schwellenländern wie Indien und China mehr Rechnung tragen.

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Die G20, die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, sei zur zentralen Akteurin der Weltpolitik geworden. Der Bedeutungszuwachs habe Folgen für die Schweiz, sagte Calmy-Rey am Montag zum Auftakt der diesjährigen Botschafterkonferenz in Interlaken.

So wie bei der Europäischen Union gehöre die Schweiz auch da «nicht zum Club», sagte Calmy-Rey gemäss Redetext. «Der Schock der schwarzen und grauen Listen, auf denen die G20-Staaten unser Land öffentlichkeitswirksam anprangerten, sitzt uns noch allen im Nacken», erklärte die Aussenministerin mit Blick auf die internationalen Attacken auf das Bankgeheimnis und den Schweizer Finanzplatz.

Der Schweiz bleibe keine andere Wahl, als ihre Interessen aktiv zu verteidigen und sich international verstärkt einzubringen. Die Zeiten, in denen jedes Land seine Probleme alleine lösen konnte, seien vorbei: «Das einfache Rezept der Gralshüter einer falsch verstandenen Unabhängigkeit, die sich stets nur aus allem raushalten wollte, funktioniert längst nicht mehr», sagte Calmy-Rey in ihrer Ansprache.

Keine Nischendiplomatie

Weil andere Staaten wirtschaftlich stärker würden, verlören die Schweiz und Europa auch in den meisten Gremien der internationalen Politik an Gewicht: «Deshalb müssen wir unsere bilateralen Beziehungen mit den G20-Staaten weiter ausbauen und uns in allen Organisationen, in denen wir Mitglied sind, noch viel stärker engagieren.»

Die Aussenpolitik dürfe sich nicht auf wenige Nischen beschränken, sondern vielmehr «möglichst vielfältige Beziehungen mit möglichst vielen Ländern und Organisationen pflegen». Um sich in einer globalisierten Welt Gehör zu verschaffen, müsse die Schweiz zudem viel häufiger «das Licht der internationalen Öffentlichkeit» suchen und ihre Interessen klar kommunizieren, erklärte Calmy-Rey.

(fest/sda)

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Micheline Calmy-Rey unterzeichnete das Abkommen in Neu Delhi.
Der Wunsch aller Schweizer
die EU geht den Bach runter.
Es wird ein Wunsch bleiben.
Weckruf
Es wird eine neue Insel im Fluss aufgeschüttet. Ein Milliarden Projekt mit 5sterne Hotels, Apartment Buildings, Villen, Restaurants, Clubs, Theater, Kino und Flaniermeile. Zusätzlich werden 5'000 km neue Strassen gebaut. Das Stadtzentrum wird umgebaut und die Skyline sieht Teilen von Dubai in einigen Jahren sehr ähnlich. Fast alle Baufirmen sind aus der U.A.E., China und Indien. Nichts von Schweizer Präsenz.

Wo? Kinshasa Demokratische Republik Kongo und den Kuchen teilen sich Schwellenländer. Während die Geschäfte machen, reden wir über Menschenrechte und verteilen Almosen. Dabei beseitigt ein Aufbau Menschrechtsprobleme wesentlich schneller und bringt Arbeitsplätz und somit Brot für die Leute.

Wird Zeit dass ein paar Politiker aufwachen und sich überlegen, ob es für Europa und die Schweiz richtig ist, die Sozialdemokratische Verarmungsspirale weiter zu drehen.
Erstaunlich
Ich bin erstaunt. Die Stossrichtung stimmt.
Wir brauchen Bilaterale mit den Schwellenländern und die Aussage von Calmy-Rey, dass Europa sich auf dem absteigenden Ast befindet, ist eine Erkenntnis, die ich ihr so nicht zugetraut hätte.

Wenn sie sich nun noch vom EWR Beitrittsgespinst befreien kann, dann bewahrt sie uns vor einer Fussfessel, die uns teilweise handlungsunfähig machen würde und unsere Demokratie zu Farce degenerieren liesse.
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