Calmy-Rey spricht über Integration
publiziert: Samstag, 27. Jan 2007 / 16:32 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Jan 2007 / 19:34 Uhr

Davos - Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat die Schweiz als Erfolgsgeschichte der Integration bezeichnet. Was die Schweiz eine, sei der Wille, jeden in seinem Anderssein zu respektieren und dennoch die Dinge gemeinsam anzugehen.

Calmy-Rey betont das Einigende statt das Trennende.
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Die Einwanderung habe das Land bereichert, sagte die Bundespräsidentin an einer Rede in Davos zum Thema multikulturelle Gesellschaft. Die Ankömmlinge hätten «Stein um Stein in das Mosaik Schweiz eingefügt».

Migration führe aber immer zu Spannungen, sagte Calmy-Rey am Open Forum, der Parallel-Veranstaltung zum Weltwirtschaftsforum (WEF), weiter. Sie rief dazu auf, bei der laufenden Debatte um Integration und Ausländer mitzudiskutieren: Werte müssten immer wieder von neuem erworben, gelebt und erarbeitet werden.

Herausforderung Migration

Es gelte dabei an das zu denken, was die Menschen in der Schweiz eine, und nicht an das, was sie trenne. Um die Herausforderung Migration zu meistern, sollte auf den inneren Zusammenhalt des Landes und auf die Institutionen gesetzt werden, sagte Calmy-Rey.

Im Anschluss an die Rede der Bundespräsidentin diskutierten sechs Podiumsteilnehmer, unter anderen der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr und Thomas Wipf, Präsident des Evangelischen Kirchenbundes (SEK), zum Gesprächsthema.

Fehr: «Integration stösst an Grenze»

Fehr erklärte zu Beginn der Diskussion, die Integration stosse an ihre zahlenmässige Grenze. «Wir wären nicht hier, wenn es keine Probleme gäbe», sagte der SVP-Nationalrat weiter.

Andere Kulturen sollten als positive Ergänzung gesehen werden, sagte Wipf. Er plädierte dafür, Integration nicht passiv, sondern aktiv zu gestalten. «Migrationspolitik sollte nicht mit dem Baurecht betrieben werden», sagte Wipf und nahm auf die aktuelle Debatte um den Bau von Minaretten Bezug. «Integration ist Knochenarbeit», sagte Wipf.

(ht/sda)

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