Grosser Sieger
Cameron regiert künftig alleine
publiziert: Freitag, 8. Mai 2015 / 13:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Mai 2015 / 13:23 Uhr

London - Grossbritanniens Premierminister David Cameron bleibt Hausherr in der Downing Street Nummer 10. Der Chef der Tories kann nach fünf Jahren einer konservativ-liberaldemokratischen Koalition künftig sogar alleine regieren.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die Konservative Partei von Premierminister Cameron gewann die für eine Alleinregierung nötige absolute Mehrheit im britischen Unterhaus. Nach Auszählung von 640 der 650 Wahlkreise kommt die Partei nach Angaben der Wahlkommission auf 325 Mandate.

Dies genügt für die absolute Mehrheit, da die vier gewählten Vertreter der nordirischen Sinn-Fein-Partei ihre Sitze in Westminster traditionell nicht einnehmen. Ansonsten bräuchte es 326 Sitze.

«Das war eine sehr starke Nacht für die Konservativen», sagte Cameron, nachdem er als Sieger in seinem Wahlkreis Witney feststand. «Dies ist der süsseste Sieg von allen», sagte er in der Dankesrede vor seinem Wahlkampfteam.

EU-Referendum wird kommen

Cameron kündigte unmittelbar nach Feststehen des Gewinns seines Direktmandates an, er halte an seinem Versprechen fest, den Verbleib Grossbritanniens in der EU in einem Referendum zur Wahl zu stellen.

Unter dem Eindruck eines erdrutschartigen Sieges der Unabhängigkeitspartei SNP in den schottischen Wahlkreisen erklärte Cameron in seiner ersten Reaktion die Einheit Grossbritanniens zum wichtigsten Ziel für die kommenden Jahre. Die SNP errang 56 der 59 in Schottland zu vergebenden Mandate.

Miliband räumt Niederlage ein

Labour-Chef Ed Miliband, dessen Partei die Prognosen nur um die 230 Sitze zusprechen, räumte seine Niederlage indirekt ein. «Wir haben nicht die Gewinne in England und Wales erreicht, die wir erhofft hatten», sagte Miliband. Er sprach von «einer schwierigen Nacht» für Labour.

Nach BBC-Informationen wird er noch am Freitag als Parteichef zurücktreten. Der frühere Labour-Finanzminister Ed Balls schaffte nicht einmal den Wiedereinzug ins Parlament. Labour schnitt nur in der Hauptstadt London besonders gut ab, wo die Sozialdemokraten 45 der 73 zu vergebenden Sitze bekamen.

Meinungsumfragen hatten bis zur Öffnung der Wahllokale einen deutlich knapperen Ausgang vorhergesagt. «Viele sagen: Die einzige Meinungsumfrage, die wirklich zählt, ist diejenige am Wahltag. Ich bin nicht sicher, ob dies jemals mehr wahr war», sagte Wahlsieger Cameron. Die Londoner Börse reagierte fast euphorisch auf das Ergebnis. Das britische Pfund legte im Vergleich zum Euro deutlich zu.

Liberale gestutzt

Enttäuschend verlief die Wahlnacht für die bisher mitregierenden Liberaldemokraten. Sie verlieren einen Grossteil ihrer bisher 57 Sitze und entsenden nur noch etwa zehn Parlamentarier. Auch Wirtschaftsminister Vince Cable und Finanz-Staatssekretär Danny Alexander verloren ihre Mandate.

Die rechtspopulistische Partei UKIP muss um den Einzug ins Parlament bangen. Parteichef Nigel Farage jedenfalls wurde in seinem Wahlkreis South Thanet an der britischen Ostküste nicht gewählt. Vor der Wahl hatte der EU-Parlamentarier Farage angekündigt, vom UKIP-Parteivorsitz zurückzutreten, sollte er sein Direktmandat nicht gewinnen.

(bg/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - In London haben am ... mehr lesen
David Camerons Sparpolitik stösst bei den Briten auf Unmut.
Cameron war mit dem Versprechen eines EU-Referendums in die Parlamentswahl vom 7. Mai gezogen und daraus als eindeutiger Sieger hervorgegangen.
London - Zwischen dem britischen Premierminister David Cameron und den entschiedenen Euroskeptikern in seiner Fraktion hat es ein erstes Kräftemessen bei einer ... mehr lesen
London - Nach dem Rücktritt von Ed Miliband nach der verlorenen Parlamentswahl ... mehr lesen
Andy Burnham würde auch gerne das Amt übernehmen.
London - Das Gesetz über das geplante EU-Referendum in Grossbritannien hat im britischen Parlament eine erste Hürde genommen. Mit grosser Mehrheit stimmten die Abgeordneten am ... mehr lesen
London - Vor dem Amtssitz des ... mehr lesen 1
Camerons Regierung hatte in den vergangenen fünf Jahren Studiengebühren verdreifacht und Sozialkürzungen durchgesetzt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Cameron will, wie versprochen, das Referendum über die EU-Mitgliedschaft durchführen.
London - Nach seiner triumphalen ... mehr lesen
London - Die Parlamentswahlen in ... mehr lesen
London - Die Konservative Partei ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten ... mehr lesen  
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 6°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 7°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 5°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 5°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 6°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 6°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 5°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten