Das Warten geht weiter
Cancellara bleibt Traum vom Maglia rosa (vorerst) verwehrt
publiziert: Freitag, 6. Mai 2016 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Mai 2016 / 20:00 Uhr
Fabian Cancellara bietet sich am Wochenende in den Flachetappen erneut die Chance anzugreifen. (Archivbild)
Fabian Cancellara bietet sich am Wochenende in den Flachetappen erneut die Chance anzugreifen. (Archivbild)

Für Fabian Cancellara geht das Warten auf die Maglia rosa weiter. Der angeschlagene Berner wird im Auftakt-Zeitfahren des 99. Giro d'Italia Achter. Erster Träger des Leadertrikots ist Tom Dumoulin.

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Allerdings war Cancellara nicht im Vollbesitz seiner Kräfte angetreten. Der Ende Jahr abtretende Trek-Profi hatte sich in den letzten Tagen mit Magenproblemen und Fieber herumgeschlagen. Trotzdem zeigte sich der vierfache Zeitfahr-Weltmeister auf dem 9,8 km langen Kurs in der Innenstadt von Apeldoorn gewohnt kämpferisch. Allem Einsatz zum Trotz verlor er am Ende 14 Sekunden auf die Bestzeit von Dumoulin und muss sein Vorhaben, bei seiner dritten Giro-Teilnahme das rosa Leadertrikot erstmals zu erobern, verschieben.

Die nächste Gelegenheit bietet sich dem 35-Jährigen in den beiden Flachetappen vom Wochenende, die erneut durch die Niederlande führen. Mit einem Etappensieg und dank Bonifikationssekunden könnte Cancellara im Optimalfall die Führung im Gesamtklassement übernehmen.

Heimsieg für Dumoulin

Ein Auftakt nach Mass gelang dem Niederländer Tom Dumoulin. Angeführt von hunderttausenden von Landsleuten fuhr der 25-Jährige auf dem topfebenen Parcours in 11:03 Minuten die schnellste Zeit und lag damit nur Sekundenbruchteile vor dem überraschenden Slowenen Primoz Roglic. Damit bescherte er dem deutschen Team Giant-Alpecin den ersten Saisonsieg. "Das ist unglaublich, ich kann es kaum in Worte fassen. Das schönste Trikot im Radsport vor meinen eigenen Leuten zu holen, ist ein Traum", gestand Dumoulin.

Küngs folgenschweres Malheur

Während der Aargauer Silvan Dillier als Zehnter ein ausgezeichnetes Zeitfahren ablieferte, bekundete Stefan Küng grosses Pech. Der aufstrebende Thurgauer, als Bahn-Weltmeister in der Einzelverfolgung (2015) ebenfalls für seine Qualitäten im Kampf gegen die Uhr bekannt, lag bis zur Zwischenzeit nach 4,8 km ausgezeichnet im Rennen und büsste lediglich eine Sekunde auf die Bestzeit von Dumoulin ein. Kurz danach kam Küng in einer engen Rechtskurve zu Fall, musste das Rad wechseln und verspielte somit alle Chancen auf den Sieg. Am Schluss reichte es mit einer guten halben Minute Rückstand (nur) zu Platz 34.

(arc/Si)

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