Canyoning-Unfall wird Fall für Strafbehörden
Canyoning-Unfall in Amden wird strafrechtlich untersucht
publiziert: Montag, 8. Okt 2012 / 15:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Okt 2012 / 16:58 Uhr
Zwei Gruppenmitglieder starben bei dem Unfall.
Zwei Gruppenmitglieder starben bei dem Unfall.

Amden SG - Nach dem Canyoning-Unglück vom Sonntag, bei dem zwei junge Menschen ums Leben kamen, hat die Staatsanwaltschaft St. Gallen eine Strafuntersuchung eingeleitet. Die Prüfung des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung richtet sich nicht gegen bestimmte Personen.

Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt
4 Meldungen im Zusammenhang
Dies teilte die St. Galler Polizei am Montag in einem Communiqué mit. Wie bei solchen tragischen Unfällen üblich, würden neben den Beteiligten auch Sachverständige befragt, um die Unfallursache zu eruieren. Die Abklärungen dürften einige Zeit in Anspruch nehmen.

Gemäss der Polizei liegen im Moment noch keine weiterführenden Informationen vor. Bekannt ist, dass sich zum Unglückszeitpunkt zwei Gruppen in der Fallenbach-Schlucht befanden. Sie waren mit zwei verschiedenen Schweizer Veranstaltern unterwegs und bestanden aus je einem Guide und sechs respektive vier Teilnehmern.

Die kleinere Gruppe alarmierte nach dem Wetterumsturz während des Ansteigens des Wassers Stefan Fischer, den Chef der Firma Fischer Adventures, und gleichzeitig die Rettungsflugwacht (Rega). Fischer konnte zusammen mit Helfern seine Gruppe selbstständig aus der Schlucht in Sicherheit bringen, wie er am Montag erklärte.

Er, Fischer, habe den Flughelfern der Rega gesagt, seine Gruppe brauche keine Hilfe. Aber weiter oben in der Schlucht befinde sich eine zweite Gruppe. Diese selbst habe keinen Alarm schlagen können, weil sie keinen Handy-Empfang gehabt habe.

Zwei Tote

Die Rega-Crew erblickte beim Suchflug die zweite Gruppe, die sich weiter oben in der Schlucht befand, und konnte mit einer Seilwinde fünf Canyoning-Teilnehmer aus ihrer Notsituation retten. Drei von ihnen mussten leicht verletzt in ein Spital eingeliefert werden.

Zwei Personen, eine deutsche Teilnehmerin und ein schweizerisch-belgischer Gruppenführer, wurden von Mitgliedern des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) Stunden später tot aufgefunden.

Veranstalter: "Kein Starkregen"

Stefan Fischer ist seit 22 Jahren im Canyoning tätig. In diesen 22 Jahren habe er noch nie erlebt, dass der Fallenbach in Amden derart schnell so kräftig anstieg, sagte er an einer Medienkonferenz. Als die Gruppen in den Bach stiegen, habe es kaum geregnet, und die Daten der Meteorologen hätten keinen Starkregen erahnen lassen.

Beide Gruppen seien gut vorbereitet und mit erfahrenen, gut ausgebildeten Gruppenführern in den Bach gestiegen. Fischer nimmt an, dass im kalkigen Untergrund der Schluch eine grosse Menge Wasser einen unterirdischen Weg in den Fallenbach fand und so dessen Pegel ansteigen liess. Geologen würden dies untersuchen.

Hanspeter Krüsi, Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass auch solche Untersuchungen gemacht werden.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Das Canyoning-Unglück in Amden, bei dem am 7. Oktober 2012 eine Teilnehmerin und ein Tour-Guide ums Leben kamen, ist nicht ... mehr lesen
Das Canyoning-Unglück in Amden, ist nicht auf menschliches Versagen zurückzuführen. (Symbolbild)
Die Gemeinde Amden verzichtet auf ein Canyoning-Verbot.
Amden SG - Die Gemeinde Amden am Walensee will das Canyoning nicht verbieten. Dies hat der Gemeinderat am ... mehr lesen
Amden SG - Nach dem Canyoning-Unfall bei Amden, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren haben, nimmt Amden & ... mehr lesen
Beim Canyoning-Unglück im Fallenbach kamen zwei Personen ums Leben.
Die weggespülten Leichen wurden gegen 23 Uhr gefunden.
Amden SG - Plötzlich steigendes Wasser im Fallenbach bei Amden SG hat am Sonntag gegen 17 Uhr zwei ... mehr lesen
Motorfahrzeug- und Unfallschadenexpertisen, Werteinschatzungen
Technex GmbH
Hauptstrasse 34
2557 Studen
Erste-Hilfe-Lösungen für Unternehmen, Gastgeber, Institutionen und Private.
Die Zahl der Toten infolge der Hitzewelle in Indien ist auf mehr ...
Mehr als 2000 Tote  Neu Delhi - Die Zahl der Toten infolge der Hitzewelle in Indien ist auf mehr als 2000 gestiegen. Auch in den nächsten zwei Tagen werde sich die Wetterlage kaum ändern, teilten die Behörden am Samstag mit. 
Mindestens 750 Tote wegen Hitzewelle in Indien Neu Delhi - Eine besonders lange und gewaltige Hitzewelle mit bis zu 48 ...
Stärke 8,5  Tokio - Ein starkes Erdbeben hat den Raum Tokio erschüttert, verlief jedoch glimpflich. Die ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Die... muslimischen Rohingya sind nicht eine friedliche Gruppe wie die Jesiden ... Do, 28.05.15 10:30
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    "Die Flucht der Rohingya vor Verfolgung in ihrer Heimat" CNN berichtete vor einigen Tagen, dass diese Flüchtlinge ein Angebot ... So, 24.05.15 10:17
  • PMPMPM aus Wilen SZ 193
    Witzig... ...dass der Schreibende bei seiner Mobile-Nummer immer noch 8038 Zürich ... Sa, 23.05.15 19:33
  • gerdpost aus berlin 1
    Spendet an kleine Organisationen! Ganz im Ernst: das rote Kreuz ist bei Insidern schon immer für Klotzen ... Sa, 23.05.15 18:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Dieser... Jihadist dürfte genau so ein "Franzose" sein, wie diejenigen ... Fr, 22.05.15 14:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Die... Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) umfasst 57 Staaten. ... Fr, 22.05.15 09:54
  • Kassandra aus Frauenfeld 1346
    Wie bitte geht der Satz weiter, verehrter zombie? Mi, 20.05.15 23:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Das... Dubliner Übereinkommen verpflichtet die Mitgliedsstaaten, dass ein ... Mi, 20.05.15 10:14
Unglücksfälle Zahl der Hitzetoten in Indien steigt Neu Delhi - Die Zahl der Toten infolge der Hitzewelle ...
Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt
Das Care Team bietet Firmen in tragischen Situationen psychologische Nothilfe.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 10°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 10°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 12°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 13°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 14°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 15°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten