Wegen Drohung und mehrerer Delikte angeklagt
«Carlos» sitzt in Sicherheitshaft
publiziert: Donnerstag, 16. Apr 2015 / 10:43 Uhr
Carlos sitzt nun wegen mehreren Delikte in Sicherheitshaft.
Carlos sitzt nun wegen mehreren Delikte in Sicherheitshaft.

Zürich - Der junge Straftäter, der als «Carlos» Schlagzeilen gemacht hat, ist der Drohung und mehrerer anderer Delikte angeklagt. Wann der Prozess vor dem Bezirksgericht Dietikon stattfindet, ist noch unklar. Vorderhand sitzt «Carlos» in Sicherheitshaft.

4 Meldungen im Zusammenhang
Mit Einreichen der Anklageschrift Ende März beantragte die Staatsanwaltschaft Sicherheitshaft für den 19-Jährigen. Diesem Antrag gab das Zwangsmassnahmengericht Dietikon statt, wie die Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, Corinne Bouvard, am Donnerstag sagte. Sie bestätigte eine entsprechende Meldung des «Tages-Anzeigers».

Die Sicherheitshaft wurde für vorerst drei Monate ausgesprochen. Eine Beschwerde von «Carlos» gegen die Verfügung ist noch beim Zürcher Obergericht hängig. Ein Termin für den Prozess vor dem Bezirksgericht Dietikon ist laut Bouvard noch nicht angesetzt worden.

Angeklagt ist der junge Mann der Drohung, der Hinderung einer Amtshandlung und mehrfacher Sachbeschädigung. Die Staatsanwaltschaft fordert eine unbedingte Freiheitsstrafe von elf Monaten, aufgeschoben zu Gunsten einer ambulanten Therapie.

Die eingeklagten Delikte beziehen sich einerseits auf einen Vorfall von Oktober 2014, als «Carlos» in der Zürcher Langstrasse mit einem Mann in Streit geraten sein soll. Die Sachbeschädigungsklage geht auf den Aufenthalt von «Carlos» im Massnahmenzentrum Uitikon ZH zurück. Dort soll der junge Mann Anfang 2014 randaliert und erhebliche Schäden verursacht haben.

Bekannt nach TV-Film

«Carlos» war im Sommer 2013 landesweit bekannt geworden, nachdem in einem Fernseh-Dokumentarfilm der damals zuständige Jugendanwalt über ein «Sondersetting» für den seit seiner Kindheit äusserst schwierigen Jugendlichen berichtete. Mit der Rundumbetreuung sollte er - nach verbüsster Strafe - sozialisiert werden. Erste Erfolge hatten sich eingestellt.

Die Kosten von 29'000 Franken pro Monat riefen jedoch weit herum Empörung hervor. Der damals 18-Jährige wurde inhaftiert, auf Geheiss des Bundesgerichts im Februar 2014 aber wieder entlassen.

Er kam in ein neues, deutlich preisgünstigeres Sondersetting, das nun aber seinen Zweck nicht mehr erfüllte. Im Juni 2014, nach nur vier Monaten, wurde «Carlos» auf freien Fuss gesetzt. Ende Oktober kam es zum Streit an der Langstrasse.

(nir/sda)

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