Centre culturel suisse verurteilt
publiziert: Freitag, 10. Jun 2005 / 09:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Jun 2005 / 10:35 Uhr

Paris - Das Centre culturel suisse in Paris (CCSP) ist zu einer Zahlung von 35 000 Euro (rund 53 000 Franken) an eine 2003 ohne echten und schwerwiegenden Grund gekündigte Mitarbeiterin verurteilt worden.

Das CCSP hat die Mittel zur Begleichung der Schuld bereits 2003 blockert.
Das CCSP hat die Mittel zur Begleichung der Schuld bereits 2003 blockert.
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Dazu kommen Gerichtskosten von 1500 Euro. Die Kulturstiftung Pro Helvetia als Trägerin des CCSP bestätigte entsprechende Medienberichte.

Laut der Mitteilung von Pro Helvetia reisst die Forderung kein grosses Loch ins Budget: Mittel zur Begleichung der Schuld seien im CCSP bereits 2003 blockiert worden.

Erfolgreicher Konkurs

Die Mitarbeiterin war Verwaltungsangestellte im Zentrum. Ihr wurde im Juli 2003 wegen schwerwiegender Fehler fristlos gekündigt. Die Kündigung erfolgte in einer Zeit, als das Zentrum in einer Krise steckte, weil sich die Beschäftigten gegen den Direktor Michel Ritter gestellt hatten und dessen Rücktritt forderten.

Die Gekündigte klagte vor Schiedsgericht. Dieses verurteilte das CCSP im März 2004 zur Zahlung von 21 000 Euro (sechs Monatsgehälter) und 7000 Euro Kostenentschädigung. Der ehemaligen Mitarbeiterin wurde gleichzeitig der Anspruch auf Schadenersatz abgesprochen. Dagegen rekurrierte sie.

Im Entscheid verurteilte die Pariser Justiz das Kulturzentrum erneut. Die neu verhängte Zahlung kommt zu jener des Schiedsgerichts hinzu.

Die Krise im Zentrum fand im November 2003 ein Ende. Pro Helvetia hielt an Ritter fest. In einer mit der Kulturstiftung getroffenen Einigung kündigten die Mitarbeitenden. Einzig die Verwalterin widersetzte sich der Regelung.

(sl/sda)

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