Chile: Helfer im Erdbebengebiet eingetroffen
publiziert: Dienstag, 2. Mrz 2010 / 10:21 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Mrz 2010 / 10:23 Uhr

Mitarbeiter von World Vision haben das Erbebengebiet in Chile erreicht und mit ersten Hilfsmassnahmen begonnen. Bei dem Beben der Stärke 8,8 sind nach offiziellen Angaben mindestens 700 Menschen getötet worden.

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Die Hilfsmassnahmen rollen an.
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World Vision
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worldvision.ch

In Santiago de Chile verteilt World Vision zur Zeit Decken und Wasserbehälter an Überlebende der Katastrophe. Ein Erkundungsteam mit erfahrenen Katastrophenexperten ist in die am stärksten betroffen Region Bio Bio geflogen, in der das Beben einige Städte bis zu 95 Prozent zerstört hat.

Aus der Stadt Lota, die das Team gestern per Helikopter erreichte, berichtete ein Mitarbeiter von verzweifelten Suchaktionen, die auch in der Nacht andauerten.

In den fünf stark betroffen Regionen leiden über 500‘000 Menschen besonders unter den schweren Auswirkungen des Bebens. Das sind rund 70 Prozent der chilenischen Bevölkerung.

Hilfsgüter im Anflug

Ein Hilfsflug mit Plastikplanen, Decken, Kochgeschirr, Hygieneartikeln, Wasserbehältern und Wasseraufbereitungsanlagen steht nach wie vor in Bolivien bereit. Das Flugzeug wird starten, sobald eine Landeerlaubnis für einen chilenischen Flughafen erteilt wird. Neben der Basis in Santiago hat World Vision eine zweite Hilfsbasis im Süden eingerichtet. Dem Katastrophenhilfe-Zentrum im Innenministerium hat World Vision Unterstützung bei der Informationsverarbeitung angeboten.

Wegen der zahlreichen zum Teil schweren Nachbeben schlafen viele Familien nach wie vor auf den Strassen. World Vision sorgt sich besonders um die Kinder. Tatiana Benavides, Direktorin von World Vision Chile betont: „Die vielen Nachbeben können besonders bei Kindern auch schwere psychische Schäden hervorrufen. Die Menschen verlieren quasi den Boden unter den Füßen. Daher ist eine psychosoziale Betreuung der Kinder nach solchen Katastrophen besonders wichtig. Die Menschen brauchen zunächst zu essen und zu trinken und müssen schnell medizinisch versorgt werden.“

Schwerste Schäden im ganzen Land

Das Epizentrum des Bebens lag ungefähr 115 Kilometer vor der Küste von Concepción, der zweitgrössten Stadt des Landes. Dort und in den umliegenden Regionen stürzten ganze Häuser und Brücken ein, Wohnblöcke wurden schwer beschädigt, Strassen und Autobahnen rissen auf, ganze Ortschaften blieben ohne Strom und Wasser.

World Vision ist seit rund 30 Jahren in Chile engagiert. Mehr als 100 World Vision-Mitarbeiter arbeiten zum Teil in Regionen in der Nähe des Epizentrums. Etwa 100‘000 Menschen profitieren von langfristiger Entwicklungszusammenarbeit.

(sk/World Vision)

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