China: Horror-Stau nach zehn Tagen aufgelöst
publiziert: Mittwoch, 25. Aug 2010 / 23:53 Uhr
Die Lastwagenfahrer mussten tagelang auf der Strasse campieren.
Die Lastwagenfahrer mussten tagelang auf der Strasse campieren.

Peking - Nach zehn Tagen hat sich ein gigantischer Verkehrsstau über schätzungsweise 100 Kilometer nordwestlich von Peking wieder aufgelöst. Der Verkehr auf dem schwer betroffenen Abschnitt der Peking-Tibet-Autobahn und der G 110-Landstrasse zwischen Huai'an und Xinghe rolle wieder.

5 Meldungen im Zusammenhang
Dies berichteten mehrere Autofahrer, die am Mittwoch die Strecke von der Inneren Mongolei nach Peking zurückgelegt hatten. Die schier endlose Blechlawine hatte China den Titel des «Stau-Weltmeisters» eingebracht.

«Der Verkehr floss wieder, wenngleich etwas zähflüssig», sagte ein chinesischer Fahrer der Nachrichtenagentur dpa. Ähnlich berichtete ein anderer Fahrer nach seiner Rückkehr nach Peking: «Der Stau ist aufgelöst».

Am Rande seien noch die Überreste und der Müll der Lastwagenfahrer zu sehen gewesen, die tagelang auf der Strasse campieren mussten. «Es ist vorüber.» Nur vor einer Bezahlstation habe es noch einen Stau gegeben, wie sie sonst aber auch nicht unüblich seien.

Als Gründe für das unerwartet schnelle Ende des Staus wurden die Freigabe von Fahrbahnen an fertiggestellten Baustellen und die Verringerung der üblichen Lastwagen-Kontrollen durch die Polizei genannt, die den Lastwagenverkehr immer wieder aufhalten.

Auch die Verkehrsbehörden berichteten, der Verkehr in der Inneren Mongolei fliesse wieder weitgehend reibungslos. Ursprünglich war damit gerechnet worden, dass der Mega-Stau noch drei Wochen dauern könnte, weil die Bauarbeiten an der Strecke noch so lange dauern.

«Staus nirgendwo schlimmer»

Die Blechlawinen auf den Überlandstrassen sind Teil eines gigantischen Verkehrsproblems. Da heute nirgendwo in der Welt so viele Autos verkauft werden wie in China, sind auch die Städte völlig verstopft.

Der Verkauf von Autos stieg 2009 um 45 Prozent. Allein in Peking werden heute jeden Tag mehr als 2000 Autos neu zugelassen. Da der Verkehr häufig nur im Schritttempo vorankommt, müssen die Pekinger je nach Nummernschild an einem Tag der Woche ihr Auto stehenlassen.

Dennoch eroberte sich Peking im «Leidens-Index» der gequälten Pendler in Metropolen weltweit einen Spitzenplatz: «Nirgendwo sind die Staus schlimmer», titelten Zeitungen.

(ht/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Achtens Asien Davon kann Europa oder Amerika nur träumen: Der Automarkt blüht und gedeiht. Allerdings sitzen in Chinas Mega-Städten die ... mehr lesen
Dauerzustand in Chinas Megastädten: Verkehrsstau
Mitten auf dem Fussgängerstreifen parkiert: Alltägliche Szene in Peking
Achtens Asien Nach dem Stau kommt die Parkplatzsuche: Peter Achten über das tägliche Leid der Pekinger Autofahrer, all jener die von diesen ... mehr lesen
Peking - Tausende Pendler in Peking habe das neue Jahr vor dem Computer begonnen. Die Bewohner der Hauptstadt, die sich 2011 ein Auto zulegen wollen, beantragten im ... mehr lesen
Die chinesische Regierung will im kommenden Jahr die Zahl der Fahrzeugzulassungen in Peking um zwei Drittel senken.
Peking - Als Reaktion auf die massiven Verkehrsstaus in der chinesischen Hauptstadt Peking haben die Behörden eine drastische Beschränkung von Fahrzeugzulassungen beschlossen. Im kommenden Jahr werde Peking nur noch 240'000 Autos eine Zulassung ausstellen. mehr lesen 
Schanghai - Die Zahl der Autos auf Chinas Strassen wird sich nach Einschätzung der Regierung in Peking binnen zehn Jahren mehr als verdoppeln. Bisher sind rund 76,2 Millionen Autos in China unterwegs. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Russland und Westen kooperieren bei Syrien-Hilfe Berlin - Russland und westliche Staaten arbeiten bei der humanitären Hilfe für die syrische Bevölkerung ... 1
Rund 150'000 Binnenflüchtlinge hätten Schutz im syrisch-türkischen Grenzgebiet gesucht.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 18°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 17°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 18°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 17°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten