Langfristprognose der OECD
China ab 2016 mächtiger als die USA
publiziert: Freitag, 9. Nov 2012 / 14:19 Uhr
Die Chinesen dürfen sich auf eine Verbesserung ihres Lebensstandarts freuen. (Symbolbild)
Die Chinesen dürfen sich auf eine Verbesserung ihres Lebensstandarts freuen. (Symbolbild)

Paris - China könnte nach Ansicht der OECD die USA 2016 als grösste Wirtschaftsmacht der Welt ablösen. Das bevölkerungsreichste Land der Erde dürfte zusammen mit Indien bis etwa 2025 ein grösseres Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften als die sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7).

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Dies teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag in ihrer Langfristprognose bis 2060 mit. «Schnell wachsende Schwellenländer werden in den kommenden 50 Jahren einen immer grösseren Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen.»

Aufsteiger seien neben China und Indien auch Brasilien und Indonesien. Zurückfallen dürften neben dem rasch alternden Japan auch Europas Schwergewichte wie Deutschland.

Die Industriestaatengruppe OECD unterstellt in ihrer Projektion ein jährliches Wachstum der Weltwirtschaft um rund drei Prozent. Dabei dürften Schwellenländer aber deutlich stärker zulegen als die etablierten Industriestaaten.

Gewaltige Verschiebung

Die Verschiebung in Richtung Niedriglohnländer werde dort dazu beitragen, die Lebensstandards zu verbessern. «So dürfte sich etwa das Pro-Kopf-Einkommen in den ärmsten Ländern bis 2060 vervierfachen», erklärte die OECD.

In China und Indien könnte es dann sogar auf das Siebenfache steigen. «In einem halben Jahrhundert wird die Kluft zwischen den Lebensverhältnissen in aufstrebenden und hoch entwickelten Nationen weniger ausgeprägt sein als heute.» Allerdings dürften zwischen einzelnen Ländern klare Unterschiede bleiben.

«Die Welt, in der unsere Kinder und Enkel leben werden, wird sich von unserer heutigen Welt fundamental unterscheiden», sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria bei der Vorlage des Berichts. Um den Boom der Schwellenländer zu flankieren, müsse die Politik weltweit für mehr Bildung und Produktivität sorgen.

«Innerhalb Europas kommt auf Deutschland, Luxemburg und Österreich der grösste Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung zu», so Gurria weiter. Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Schweiz, stand nach OECD-Berechnungen 2011 noch hinter den USA, China, Japan und Indien auf Rang fünf der grössten Wirtschaftsmächte. Bis 2060 müsse das Land aber Brasilien, Indonesien, Mexiko, Russland und Frankreich vorbeiziehen lassen.

(bert/sda)

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