Behörden kämpfen gegen Porno und Meinungsfreiheit
China sperrte 40 Prozent aller Internetseiten
publiziert: Donnerstag, 14. Jul 2011 / 21:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Jul 2011 / 23:11 Uhr
Chinesisches Militär: Die repressiven Massnahmen zeigen sich Online sowie auch auf den Strassen.
Chinesisches Militär: Die repressiven Massnahmen zeigen sich Online sowie auch auf den Strassen.

Peking - Chinas Behörden haben alleine im Vorjahr mehr als 1,3 Mio. Websites geschlossen. Ein Grossteil der Sperren ist zwar mit dem erbitterten Kampf gegen pornografische Inhalte im Internet zu begründen. Gleichzeitig hat sich die bekanntermassen kritische Situation in Sachen Presse- und Meinungsfreiheit angesichts der Massnahmen allerdings kaum entspannt.

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Wie die BBC unter Berufung auf Daten der Chinese Academy of Social Sciences (CASS) berichtet, ist der in China zugängliche Teil des Webs dennoch kräftig gewachsen.

«Great Firewall» bekommt Löcher

«Das Internet lässt sich nicht kontrollieren und ist auch in China noch eines der freiesten Medien», sagt Anja Viohl, Pressereferentin bei Reporter ohne Grenzen Deutschland (ROG), im Gespräch mit pressetext. So schlagen Blogger und User von Online-Foren, die sich für die freie Meinungsäusserung einsetzen, immer wieder Löcher in die «Great Firewall» der Volksrepublik. Dennoch bildet das Land nach wie vor einen der stärksten Zensoren des Webs und rangiert neben dem Iran ganz oben auf der ROG-Liste der grössten «Feinde des Internets».

«In Sachen Internet-Zensur hat sich bisher nicht viel verändert, die Situation ist noch immer sehr kritisch», sagt Viohl. Laut ROG sind aktuell zudem 30 Journalisten in Haft. Die Zahl ist in den letzten Jahren konstant geblieben. Ende 2010 waren nach Angaben der CASS um 41 Prozent weniger Webseiten verfügbar als ein Jahr zuvor. Trotz der massiven Netzsperren durch die chinesischen Behörden ist die Zahl der verfügbaren Pages deutlich gewachsen. Mit einem Anstieg von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreichte sie 2010 mehr als 60 Mrd. Obwohl die Überwachung zunimmt, wird auch der Content stärker. Die Meinungsfreiheit ist auf Dauer nicht zu unterdrücken und wird sich weiter durchsetzen, so Viohl.

(dyn/pte)

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