China startet erste Mondsonde
publiziert: Mittwoch, 24. Okt 2007 / 15:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Okt 2007 / 17:19 Uhr

Peking - China greift nach dem Mond. Eine Rakete vom Typ Langer Marsch 3 hat gegen 12.00 Uhr MESZ erfolgreich die Mondsonde «Chang'e 1» ins All gebracht. Sie startete vom Raumfahrtbahnhof Xichang in der südwestlichen Provinz Sichuan aus.

China plant eine Landung auf dem Mond.
China plant eine Landung auf dem Mond.
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Der erste chinesische Mondflug ist der Auftakt eines ehrgeizigen Mondprogramms, das in fünf Jahren die Landung eines Mondfahrzeugs vorsieht.

In der dritten Phase sollen 2017 Boden- und Gesteinsproben zur Erde gebracht werden.

Das langfristige Ziel ist eine mögliche Ausbeutung der Energie- und Mineralrohstoffe des Erdtrabanten, wie chinesische Wissenschaftler sagten.

Die Sonde ist nach der schönen, aber unglücklichen Göttin Chang'e benannt, die einer chinesischen Sage zufolge mit ihrem Hasen auf den Mond geflohen ist.

Neues Interesse

Der Flug ist ein weiteres Zeichen dafür, dass 35 Jahre nach der bislang letzten Mondlandung amerikanischer Astronauten mit «Apollo 17» das Interesse am Erdtrabanten neu geweckt ist. Experten spekulieren bereits über einen neuen Wettlauf im All.

Erst vor sechs Wochen hatte Japan als erste asiatische Nation eine Sonde auf den Weg zum Mond gebracht. Indien und die USA planen im nächsten Jahr ähnliche Flüge.

China verfolgt ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm. Als dritte Nation - nach den USA und Russland - hatte es 2003 aus eigener Kraft einen Astronauten ins All gebracht. Hohe Vertreter des Raumfahrtprogramms, das dem Militär untergeordnet ist, versichern immer wieder, dass China eine friedliche Nutzung des Weltraums verfolge.

Ankunft im November

Die Mondsonde «Chang'e 1» wird nach ihrem Start zunächst die Erde umkreisen, bevor sie sich auf den 380'000 Kilometer langen Weg zum Mond macht, wo sie am 5. November ankommen soll. Die 2,35 Tonnen schwere Sonde soll den Erdtrabanten ein Jahr lang umkreisen.

Dabei wird er dreidimensionale Aufnahmen machen, Höhenmessungen vornehmen sowie die Oberfläche studieren und Rohstoffvorkommen erkunden.

(bert/sda)

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