China über Haftbefehl gegen Sudans Staatschef verärgert
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2008 / 16:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Jul 2008 / 16:37 Uhr

Peking - Nach dem Haftantrag gegen den sudanesischen Staatschef Omar Hassan al-Baschir hat die UNO mit einem Teilabzug aus Darfur begonnen. China reagierte unterdessen über den Haftantrag verärgert.

Chefankläger Luis Moreno-Ocampo wirft dem sudanesischen Staatschef Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
Chefankläger Luis Moreno-Ocampo wirft dem sudanesischen Staatschef Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
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Am Vortag hatte der ICC-Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, einen Haftbefehl gegen al-Baschir beantragt. Er wirft dem sudanesischen Staatschef Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur vor.

«China drückt tiefe Sorge und Bedenken über die Anschuldigungen des ICC-Chefanklägers gegen den sudanesischen Staatschef aus», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums. Die Handlungen des ICC müssten der Stabilität und der Lösung des Konflikts in der sudanesischen Region Darfur dienen und dürften nicht das Gegenteil bewirken.

Chinas Verantwortung für «Darfur»

Kritiker werfen der Volksrepublik China unter anderem wirtschaftliche und politische Unterstützung des Regimes im Sudan und damit eine indirekte Verantwortung für den Völkermord vor.

Aus Angst vor Repressalien begann die UNO mit einem Teilabzug aus der Krisenregion Darfur. «Die Verlegung ist im Gange», sagte ein UNO-Sprecher in Khartum. Es soll sich vorerst um 200 Mitarbeiter handeln.

Ein Sprecher des sudanesischen Aussenministeriums erklärte, der Abzug des Personals sei unnötig. «Es ist ihre Entscheidung und wir werden sie nicht daran hindern, aber es ist gegen unsere Wünsche», sagte ein Sprecher.

(tri/sda)

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Die Grossen und die Kleinen
Es war schon immer so, die Grossen lässt man laufen, die Kleinen hängt man! Auch so ein Spruch von einem Toten, er stimmt nur leider immer noch!
Aber es geht wenigsten einmal auch den "kleinen" Halunken an den Kragen, (Milosevic, Hussein usw.) vielleicht wird ja die Welt einmal doch etwas besser, und die Grossen können sich dann auch nicht mehr so sicher sein! Ob es sich dereinst ein Bush nochmal erlauben kann, mit der Maskenbildnerin feixend, so ganz nebenbei dem Irak den Krieg zu erklären? Schön wäre es, wenn das nicht mehr ginge! Wenn jeder Halunke sich immer vor einer höheren Instanz fürchten müsse! Auch die Rotarier glauben an eine bessere Welt, weshalb sollte ich das nicht tun? Deswegen kann ich das, was da jetzt geschieht, nicht ganz so negativ sehen, irgendwo muss man ja beginnen!
...und Simbabwe?...und Birma? und Nordkorea und vielleicht die USA?
der Herr Chefankläger, ein kleines Figürchen im Machtspiel der Großen.
Mut zeichnet sich dadurch aus, daß man ihn hat vor allem gegen Starke, weil der Sache verpflichtet und nicht Personen.
Vielleicht kommt mal ein Chefankläger der wirklich mutig ist, bisher gab es das noch nicht, denn dann müßten Rumsfeld, Cheney und Bush auf die Anklagebank, wegen Völkermords des schnöden Mammon willens.
China hat starke wirtschaftliche Interessen im Sudan und das schmerzt unseren großen Bruder hinter dem Teich, kann man ja vestehen. Ein bißchen Schadenfreude ist aber schon dabei, wenn er Probleme kriegt von einer Seite von der er es vor kurzem sich noch nicht hatte träumen lassen. Alles ist in Bewegung, was oben ist wird unten sein, auf einer Kugel sowieso.
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