Putin und Hu halten an Syrien-Kurs fest
China und Russland einig: Kein Militäreinsatz in Syrien
publiziert: Dienstag, 5. Jun 2012 / 07:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Jun 2012 / 20:11 Uhr
Bei der dreitägigen Visite in China sollen ein Dutzend Abkommen unterzeichnet werden. (Archivbild)
Bei der dreitägigen Visite in China sollen ein Dutzend Abkommen unterzeichnet werden. (Archivbild)

Peking - China und Russland lehnen eine bewaffnete Intervention oder einen erzwungenen Regimewechsel in Syrien ab. Zum Auftakt eines dreitägigen Staatsbesuches in Peking sprachen sich der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao für eine politische Lösung des Konflikts aus.

7 Meldungen im Zusammenhang
«Die Position beider Seiten ist allen klar», sagte der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums in Peking vor den Medien. Die Gewalt in Syrien müsse sofort beendet und ein politischer Dialog aufgenommen werden. Die internationale Gemeinschaft solle die Vermittlungsbemühungen des UNO-Sondergesandten Kofi Annan und die UNO-Beobachter unterstützen.

«Beide Seiten lehnen eine militärische Intervention von aussen und einen gewaltsamen Regimewechsel ab», sagte der Sprecher. Die Krise könne nur durch Konsultationen der Parteien angemessen gelöst werden.

«Strategische Partnerschaft»

Der Konflikt in Syrien stand im Mittelpunkt des Staatsbesuches, bei dem beide Seiten einen Ausbau ihrer «strategischen Partnerschaft» vereinbarten. Russlands Präsident lobte die Beziehungen zu China, die ein «bisher nicht dagewesenes Niveau» erreicht hätten.

Neben einer gemeinsamen Erklärung wurden mehr als ein Dutzend Abkommen für eine Zusammenarbeit in den Bereichen Kernenergie, Industrie, Banken, Eisenbahn, Tourismus, Exportversicherungen und Stromversorgung unterzeichnet.

Putin nannte seine Gespräche mit Hu Jintao über das umstrittene Atomprogramm des Irans «sehr nützlich», wie Itar-Tass berichtete. In Peking nimmt Putin am Mittwoch und Donnerstag am Gipfel der Shanghai Kooperationsorganisation (SCO) teil. Dazu gehören China, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan.

Als Beobachter reist auch Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad an. Der Gipfel bietet somit eine Gelegenheit für Putin, vor den nächsten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm am 18. Juni in Moskau die Haltung Ahmadinedschads zu erkunden.

Ehrgeizige Pläne

In Peking äusserte sich Putin zuversichtlich zur weiterhin rasanten Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China. Der Handel wuchs 2011 um rund 40 Prozent auf 83 Milliarden US-Dollar. Bis 2015 soll ein Umfang von 100 Milliarden und bis 2020 sogar von 200 Milliarden US-Dollar erreicht werden.

Beide Präsidenten wollen auch die Wirtschaftskooperation im Rahmen der Shanghai-Organisation ausweiten. Die 2001 gegründete SCO ist die einzige internationale Vereinigung, in der weder die USA noch einer ihrer Verbündeten Mitglied sind.

 

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Frankreich und Grossbritannien schliessen im Umgang mit Syrien ... mehr lesen
Die Türkei wird im UNO-Sicherheitsrat derzeit keine Unterstützung finden, sagte Hague.
Präsident Baschar al-Assad ernannte einen neuen Regierungschef.
Damaskus - Russland will in seinem Bemühen um eine strikt politische Lösung des Syrien-Konflikts auch den Iran einbeziehen. Der Vorschlag Moskaus für ein Treffen von Staaten mit ... mehr lesen
Genf - Bundesrat Didier Burkhalter ... mehr lesen
Didier Burkhalter: Besorgt um die Lage der Menschenrechte in Syrien.
Erneut heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Oppositionellen.
Damaskus/Istanbul/Beirut - Die Friedensbemühungen für Syrien stehen vor dem Scheitern: Nach Angaben von Aktivisten wächst als Reaktion auf die jüngsten Massaker der Truppen und ... mehr lesen
Moskau - Weder im Streit um die ... mehr lesen 1
Putin, bzw. Russland ist noch der einzige Verbündete vom Assad-Regime.
Weitere Artikel im Zusammenhang
New York - Amnesty International hat Russlands Präsident Wladimir Putin zum sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen an Syrien aufgefordert. Die Menschenrechtsorganisation erklärte am Freitag in Berlin, Russland komme eine Schlüsselrolle zu, dem Morden in Syrien ein Ende zu setzen. mehr lesen 
Wladimir Putin zu Besuch in Deutschland.
Berlin - Trotz der anhaltenden Gewalt in Syrien hat der russische Staatschef Wladimir Putin ein militärisches Eingreifen erneut abgelehnt. Er warnte bei seinen Antrittsbesuchen in Berlin und ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen   1
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 15°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Basel 17°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 16°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Bern 15°C 28°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
Luzern 16°C 28°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Genf 19°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Lugano 20°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten