Euroländer zahlen weniger an UNO
China und andere Schwellenländer erhöhen Beiträge zum UNO-Budget
publiziert: Mittwoch, 26. Dez 2012 / 09:54 Uhr
Vor einer UNO-Vollversammlung resultierte für China und andere Schwellenländer ein grösserer Budgetbeitrag.
Vor einer UNO-Vollversammlung resultierte für China und andere Schwellenländer ein grösserer Budgetbeitrag.

New York - China, Brasilien, Indien und andere Schwellenländer haben sich bei den Verhandlungen über den künftigen UNO-Haushalt zu höheren Beiträgen bereit erklärt. Die von der Euro-Krise gebeutelten Länder wie etwa Deutschland, Grossbritannien und Frankreich ebenso wie Japan senken ihre bisherigen Sätze.

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Die Übereinkunft spiegelt nach Angaben von Diplomaten die sich weltweit ändernden wirtschaftlichen Verhältnisse wider. Laut ihnen beläuft sich der überarbeitete Haushalt für 2012-2013 auf insgesamt 5,4 Milliarden Dollar. Die Beiträge der einzelnen Staaten zum Budget bemessen sich nach ihrem Anteil am Welt-Bruttosozialprodukt.

Chinas Beitrag erhöht sich von 3,2 auf 5,1 Prozent - die Volksrepublik überholt damit Kanada und Italien und wird zum sechstgrössten Beitragszahler. Brasilien ist bereit, statt wie bisher 1,6 Prozent des Budgets 2,9 Prozent zu übernehmen. Indien erhöht seinen Beitrag von 0,5 auf 0,66 Prozent und liegt damit in etwa gleichauf mit Griechenland.

Europa verliert an Gewicht

Im Gegensatz dazu sinkt der Beitrag des zweitgrössten Zahlers Japan von 12,5 auf 10,8 Prozent. Deutschland kommt künftig für 7,1 statt 8,0 Prozent des Haushalts auf, Frankreich für 5,6 statt bislang 6,1 Prozent und Grossbritannien für 5,18 statt 6,6 Prozent.

Als einziger Mitgliedsstaat zahlen die USA weiterhin den Höchstsatz von 22 Prozent - obwohl ihr Anteil am Welt-Bruttosozialprodukt (GNI) bei 24,2 Prozent liegt. Trotz der Erhöhungen liegen auch die Beiträge Chinas und der anderen Schwellenländer unter ihrem Anteil am GNI, während die Europäer und Japan immer noch mehr zahlen, als es ihrem GNI-Anteil entspricht.

Der reguläre UNO-Haushalt umfasst nicht die Kosten für die Friedensmissionen. Diese belaufen sich auf jährlich über 7,5 Milliarden Dollar und werden über andere Umlagen finanziert.

(laz/sda)

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