China verschweigt Schlammlawinen-Unglück
publiziert: Samstag, 13. Sep 2008 / 15:57 Uhr

Peking - Fünf Tage nach der Schlammlawine, die in Nordchina zahlreiche Menschen in den Tod gerissen sowie Häuser und einen Markt zerstört hat, haben die Behörden 178 Todesopfer bestätigt. Wie viele Menschen noch vermisst werden, blieb weiterhin unklar.

Eine gewaltige Drecklawine rollte ins Tal. (Archivbild)
Eine gewaltige Drecklawine rollte ins Tal. (Archivbild)
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Die Schlamm- und Erdmassen am Unglücksort Tashan nahe der Stadt Linfen in der Provinz Shanxi sollten dieses Wochenende weitgehend beseitigt sein, berichteten staatliche Medien. Doch gibt es nach Angaben des Krisenstabs grosse Schwierigkeiten, den Schlamm auch aus zwei Schluchten zu räumen.

Nach dem Dammbruch an einem grossen Ablagerungsbecken einer illegal betriebenen Eisenerzgrube war am Montag eine gewaltige Lawine aus Matsch und Rückständen der Bergwerksförderung durch das Tal gerollt und hatte viele Menschen in den Tod gerissen.

13 Verantwortliche des Bergwerks sind festgenommen worden. Dorfbewohner warfen den Grubenmanagern vor, potenzielle Gefahren des in den 80er Jahren gebauten Dammes direkt oberhalb des Ortes ignoriert zu haben.

(ht/sda)

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