China warnt Bush vor Treffen mit Dalai Lama
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2007 / 09:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Okt 2007 / 11:54 Uhr

Peking - China hat US-Präsident Bush vor dem geplantem Treffen mit dem Dalai Lama vor negativen Konsequenzen für die Beziehungen der beiden Länder gewarnt. Bush will den Dalai Lama zu einem privaten Gespräch empfangen.

George W. Bush erwartet den Dalai Lama zu einem privaten Gespräch. (Archivbild)
George W. Bush erwartet den Dalai Lama zu einem privaten Gespräch. (Archivbild)
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Das Treffen stelle eine schwere Verletzung der grundlegenden Regeln der internationalen Beziehungen dar und verletze «die Gefühle der Chinesen», sagte der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Liu Jianchao, in Peking.

«Wir fordern die USA ausdrücklich dazu auf, den Fehler zu korrigieren, die betreffenden Arrangements abzusagen und sich nicht mehr in die internen Angelegenheiten Chinas einzumischen», sagte der Sprecher weiter.

Nach dem Empfang im Weissen Haus soll der Dalai Lama am Mittwoch in einer Zeremonie in Washington den höchsten Zivilorden des US-Kongresses erhalten. Auch da will Bush dabei sein.

Einmischung in innerchinesische Angelegenheiten

Mit Empörung reagierte auch der KP-Chef Tibets, Zhang Qingli, auf das angekündigte Treffen.

Dies seien unzulässige Einmischungen in innerchinesische Angelegenheiten, erklärte Zhang am Rande des XVII. Parteitags der chinesischen KP in Peking.

Der 56-jährige Zhang Qingli, ein Han-Chinese, ist ein enger Vertrauter von Staats- und Parteichef Hu Jintao, der selbst in den achtziger Jahren Parteichef in Tibet gewesen war.

Treffen abgesagt

Bereits am Montag hatte China gegen den Empfang des Dalai Lamas in den USA protestiert und ein Treffen von UNO-Sicherheitsratsmitgliedern in Berlin platzen lassen.

Der Dalai Lama war im September bereits von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin und vom österreichischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer in Wien empfangen worden.

Peking sagte daraufhin mehrere bilaterale Treffen ab, unter anderem den für Dezember geplanten Menschenrechtsdialog.

China, das die Himalaya-Region 1950 annektierte, betrachtet den Dalai Lama als Separatisten und kritisiert daher dessen Treffen mit ausländischen Politikern.

(rr/sda)

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