Chinas Vermittlung mit Nordkorea erfolglos
publiziert: Donnerstag, 13. Jul 2006 / 09:20 Uhr

Washington - Ein chinesischer Vermittlungsversuch im Atomstreit mit Nordkorea hat nach US-Angaben keinen Erfolg gehabt.

Christopher Hill: «Die Chinesen haben keine positiven Nachrichten aus Pjöngjang.»
Christopher Hill: «Die Chinesen haben keine positiven Nachrichten aus Pjöngjang.»
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Eine nach Pjöngjang entsandte Regierungsdelegation hat es nicht geschafft, Nordkorea zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen. Es gebe keinerlei Fortschritte, sagte der US-Sonderbeauftragte Christopher Hill in Peking in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN. «Die Chinesen haben keine positiven Nachrichten aus Pjöngjang.»

Hill hatte vorher Chinas Aussenminister Li Zhaoxing getroffen. Die 2003 begonnenen Verhandlungen zwischen den USA, Nord- und Südkorea, Russland, China und Japan sollen Pjöngjang zu einer Aufgabe seines Atomprogramms bewegen. Sie liegen derzeit auf Eis.

Abstimmung verschoben

Der UNO-Sicherheitsrat hatte seine Abstimmung über einen japanischen Resolutionsentwurf am Montag verschoben, um die Reise einer chinesischen Gesandtschaft nach Nordkorea abzuwarten. Japan schlägt scharfe Sanktionen gegen Pjöngjang vor. Ein konkurrierender Resolutionsentwurf von China und Russland enthält dagegen nur Aufforderungen und keine Androhung von Strafmassnahmen.

Die nordkoreanische Führung hatte vergangene Woche sieben Raketen getestet. Darunter war eine Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2, die theoretisch auch die US-Bundesstaaten Alaska und Hawaii erreichen könnte.

(bert/sda)

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