Pressekonferenz zensiert: «Es geht nicht um Meinungsfreiheit»
Chinas repressive Massnahmen im Fall Weiwei
publiziert: Freitag, 8. Apr 2011 / 17:39 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 23:28 Uhr
Chinesische Bürger: Lokale Medien berichten kaum über die Festnahme.
Chinesische Bürger: Lokale Medien berichten kaum über die Festnahme.

Peking - China will eine Internet-Diskussion über die Festnahme des international bekannten Künstlers Ai Weiwei offenbar nach Kräften unterbinden. Das chinesische Aussenministerium entfernte aus einer offiziellen Abschrift einer Pressekonferenz alle Fragen, die sich auf Ai bezogen.

7 Meldungen im Zusammenhang
SHOPPINGShopping
Ai WeiweiAi Weiwei
Der Text wurde am Freitag auf der Website des Ministeriums veröffentlicht. Zehn von 18 Fragen in der Pressekonferenz vom Donnerstag drehten sich um Ai, der am Sonntag am Flughafen von Peking von Beamten abgeführt worden war. Sie wurden nicht veröffentlicht.

Ministeriumssprecher Hong Lei hatte auf der Pressekonferenz erklärt, gegen Ai werde wegen Wirtschaftsvergehen ermittelt. Es gehe keinesfalls um die Meinungsfreiheit. Andere Länder hätten kein Recht, sich einzumischen.

Die Polizei bestellte in den Tagen nach der Festnahme Freunde, Angehörige und Mitarbeiter Ais zu Gesprächen ein. Am Freitag gingen sie erneut in sein Atelier und wollten seine Buchführung einsehen, wie Assistenten Ais erklärten. Chinesische Behörden haben in der Vergangenheit wiederholt versucht, Kritiker zum Schweigen zu bringen, indem sie ihnen Steuervergehen oder Wirtschaftsstraftaten vorwarfen.

Kaum Berichterstattung lokaler Medien

Die chinesischen Medien haben bisher kaum über den Fall berichtet. Die Zeitung «Global Times», die von der Kommunistischen Partei herausgegeben wird, warf an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Kommentaren dem Westen vor, das chinesische Rechtssystem zu verunglimpfen.

Am Freitag hiess es, der Fall Ai sei noch nicht entschieden. Ermittlungen bedeuteten nicht, dass der Künstler schuldig gesprochen werde. Nur ein Gericht könne über Schuld oder Unschuld entscheiden, hiess es weiter. Ausländische Diplomaten oder die öffentliche Meinung hätten keinen Einfluss.

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - Chinas Behörden haben ... mehr lesen
Chinesisches Militär: Die repressiven Massnahmen zeigen sich Online sowie auch auf den Strassen.
Peking - In China sind zwei prominente Menschenrechtsanwälte auf freien Fuss gesetzt worden. Jiang Tianyong und Liu Xiaoyuan kehrten inzwischen zu ihren Familien nach Peking zurück. mehr lesen 
Nach wie vor keine Informationen über den Aufenthaltsort vom Regimekritiker Ai Weiwei.
Peking/Berlin - Seit zwei Wochen fehlt von dem verhafteten chinesischen Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei jede Spur. Seine Anhänger setzen sich mit ungewöhnlichen Aktionen ... mehr lesen
Berlin - Mit einer weltweiten Aktion ... mehr lesen
Ai Weiwei ist seit dem 3. April verschwunden.
Chinas Polizei führt nach wie vor willkürliche Verhaftungen aus.
Peking - Nach der neuerlichen Kritik der USA an der Menschenrechtslage in China hat sich Peking gegen jegliche Einmischung in seine «inneren Angelegenheiten» verwahrt. «Die USA ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Peking - Die chinesische Regierung greift gegen Kritiker immer schärfer durch: Nachdem am Sonntag der im Westen bekannteste chinesische Gegenwartskünstler Ai Weiwei verhaftet worden war, nahm die Polizei am Donnerstag in Peking auch zwei Menschenrechtsaktivisten fest. mehr lesen 
Peking - China hat die internationale Kritik an der Festnahme des Künstlers Ai Weiwei am Mittwoch zurückgewiesen. In einem Leitartikel der amtlichen Zeitung «The Global Times» wurde Ai als «Eigenbrötler» bezeichnet, dem es an Respekt vor den Gesetzen fehle. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Resonating Spaces
Resonating Spaces
Publinews Fondation Beyeler: 6.10.2019 ? 26.1.2020  Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz, Rachel Whiteread - Die Herbstausstellung der Fondation Beyeler ist fünf zeitgenössischen Künstlerinnen gewidmet: Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz und Rachel Whiteread. Zum ersten Mal stellen die international renommierten Künstlerinnen gemeinsam aus. Anders als bei einer umfassenden Gruppenschau liegt der Fokus auf exemplarischen Werken, die in sehr unterschiedlicher Form eine eigene Qualität von Räumlichkeit entfalten ? als Skulptur, Zeichnung oder Soundinstallation. Die Werke evozieren Räume, die zwischen dem Erkennbaren und dem Flüchtigen oszillieren. Sie schaffen Orte und Ruhepausen, in denen die Fähigkeit des Erinnerns ausgelöst und Bilder lebendig werden. mehr lesen  
Publinews Ein Kunsterlebnis zwischen Tradition und Moderne im Herzen von Chur. mehr lesen  
Landschaftsbild aus dem Engadin  Bern - Das Gemälde «Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler hat für 2,17 Millionen Franken den Besitzer gewechselt. Bei der Auktion am Dienstag in Zürich wurden Schweizer Kunstwerke für insgesamt 5,1 Millionen Franken verkauft. mehr lesen  
3406 digitale Bänden  Berlin - 37 Millionen Artikel umfasst die Online-Enzyklopädie Wikipedia aktuell in 300 Sprachen - eine kaum vorstellbare Grössenordnung. Der New Yorker Künstler Michael Mandiberg macht die Dimension greifbar - und stellt die deutsche Wikipedia als begehbaren Bibliothek dar. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Und noch ein Pionier . . . . . . ach hätten wir doch bloss für jeden hundertsten Juristen einen ... Fr, 24.06.16 09:54
  • jorian aus Dulliken 1754
    SRG: Eishockey & und der ESC Wer am Leutschenbach nicht gehorcht, muss den ESC oder die Eishockey WM ... Fr, 13.05.16 05:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Die... Entscheidung von A. Merkel ist völlig richtig: -Sie ist juristisch ... So, 17.04.16 14:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Komiker... Böhmermann wird vermurlich, damit die Türkei-Deal-Marionetten in Berlin ... Di, 12.04.16 13:37
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Sind Sie sicher dass es nicht Erdowann oder gar Erdowahn heisst? So, 03.04.16 10:47
  • HeinrichFrei aus Zürich 431
    Zürich: von «Dada» zu «Gaga» Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu ... Mo, 15.02.16 22:51
  • Midas aus Dubai 3810
    Finde den Unterschied Ah ja, wieder der böse Kapitalismus. Wie gesagt, haben Sie ein besseres ... Mo, 01.02.16 02:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Schöner kann man's nicht erklären «Es handelt sich hier um ausserordentlich sensible Figuren. Da ist zum ... So, 31.01.16 16:48
art-tv.ch Gotthard. Ab durch den Berg Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt die Tunnelbauten ...
Niconé.
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 1°C 2°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 2°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 2°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten