Cholera fordert in Simbabwe immer mehr Tote
publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2009 / 13:38 Uhr

Genf - Trotz den Bemühungen humanitärer Organisationen verbreitet sich die Cholera in Simbabwe weiter. Die Zahl der Toten liege bei 2106, die der an der Seuche erkrankten Menschen bei 40'448, teilte die UNO in einer neuen Bilanz mit.

Die Zahl der an der Seuche erkrankten Menschen liegt bei 40'448.
Die Zahl der an der Seuche erkrankten Menschen liegt bei 40'448.
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Erst am Dienstag hatte die UNO von 2024 Toten gesprochen. 39'806 seien seit den ersten Fällen Ende August erkrankt, hiess es. In nur 24 Stunden stieg die Zahl der Toten somit um fast 100 Menschen, die der Erkrankten um mehr als 600.

«Wir haben mit einer solchen Verschlimmerung gerechnet. Grund ist die Regenzeit. Sie begünstigt die Ausbreitung der Krankheit», sagte Elisabeth Byrs, Sprecherin des UNO-Hilfskoordinationsbüro OCHA, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

«Die Epidemie verbreitet sich weiter, trotz der Hilfsprogramme der UNO und der Nichtregierungsorganisationen (NGO). Die Epidemie ist immer noch nicht unter Kontrolle», sagte Byrs.

In der Region von Harare, der Hauptstadt Simbabwes, sei eine leichte Verbesserung der Lage festzustellen. In den übrigen Regionen würden «der Zusammenbruch des Gesundheitssystems» und die «katastrophale wirtschaftliche Lage» aber die Wirksamkeit der internationalen Hilfe verringern, sagte die Sprecherin.

Auch Nachbarländer betroffen

Nachbarländer wie Südafrika, Botsuana und Sambia sind ebenfalls zunehmend von der Krankheit betroffen - in Sambia starben nach Regierungsangaben mindestens 28 Menschen, rund 2000 erkrankten.

Vor dem Hintergrund des allgemeinen Zusammenbruchs in Simbabwe mehren sich unterdessen Anzeichen für eine ungebremste Repression durch den Machtapparat von Präsident Robert Mugabe.

Ein Politiker der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) von Mugabe-Herausforderer Morgan Tsvangirai berichtete nach seiner Flucht am Dienstag in Südafrika über seine Verschleppung und Folter. Mugabe, der noch im Dezember erklärt hatte, es gebe keine Cholera in seinem Land, macht derzeit Ferien in Malaysia.

(smw/sda)

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