Christoph Mörgeli bereitet Ueli Maurers Ablösung vor
publiziert: Montag, 22. Okt 2007 / 17:08 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Okt 2007 / 17:33 Uhr

Bern - Nicht die SP oder die FDP denken nach ihren Wahlschlappen über einen Wechsel im Präsidium nach. Es ist die SVP, die sich auf einen Rücktritt Ueli Maurers vorbereitet. Nicht, weil man unzufrieden, sondern weil Maurer erfolgreich ist.

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In Sachen Nachfolge von Ueli Maurer seien Gespräche im Gange, sagte SVP-Stratege und Nationalrat Christoph Mörgeli (ZH) gegenüber Radio DRS. Die Partei wappnet sich allem Anschein nach für den Fall, dass Maurer bei einer Wahl in den Ständerat sein Amt als Parteipräsident, das er seit 1996 innehat, niederlegt.

Gegenüber Radio DRS nannte Mörgeli bereits mögliche Nachfolger: SVP-Vizepräsident und Wahlkampfleiter Toni Brunner, der wohl für St. Gallen in den Ständerat einziehen dürfte, und der glanzvoll wiedergewählte Berner Nationalrat Adrian Amstutz. Amstutz gab sich gegenüber Radio DRS noch zurückhaltend.

Inhaltliche Neuausrichtung gefordert

Bei den Wahlverliererinnen SP und FDP fordert vorerst niemand offen die Köpfe von Hans-Jürg Fehr und Fulvio Pelli. Vorläufig dominiert der Ruf nach einer inhaltlichen Neuausrichtung. Der einzige, der bisher offen einen Rücktritt forderte, war alt SP-Bundesrat Otto Stich gegenüber Radio DRS.

Zurückhaltender gibt sich der Glarner Nationalrat Werner Marti, der im März 2004 Fehr im Kampf ums SP-Präsidium deutlich unterlegen war. Es wäre falsch, ins «Kraut zu schiessen», sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das würde die Lage der Partei nicht verbessern.

Unbestrittene Parteispitzen

Auch bei der FDP steht Fulvio Pelli vorerst nicht zur Debatte. Der Zürcher FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger übt indes harte Kritik am Kurs seiner Partei. Die FDP müsse über die Bücher - thematisch wie personell, sagte er auf Anfrage.

Auch Leutenegger fordert jedoch nicht explizit den Rücktritt Pellis. Die Frage stelle sich aber. Der Misserfolg des Freisinns liege im Musterschülerimage, im Drang, über einer Sache stehen zu wollen, und in der Konfliktscheue.

Bei den Wählerinnen und Wählern sind die Präsidentinnen und Präsidenten der fünf grossen Parteien indes unbestritten. Ueli Maurer in Zürich, Hans-Jürg Fehr in Schaffhausen, Fulvio Pelli im Tessin, CVP-Präsident Christophe Darbellay im Wallis und Ruth Genner von den Grünen in Zürich schafften die Wiederwahl in den Nationalrat souverän.

(tri/sda)

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