Christoph Mörgeli greift seinen Chef frontal an
publiziert: Sonntag, 23. Sep 2012 / 10:21 Uhr
Christoph Mörgeli: «Ich erwarte, dass ich das medizinhistorische Museum weiterführen kann.»
Christoph Mörgeli: «Ich erwarte, dass ich das medizinhistorische Museum weiterführen kann.»

Zürich - Christoph Mörgeli greift seinen Chef, Professor Flurin Condrau, frontal an. Man müsse dessen Datenbanken, Mail- und Telefonverkehr untersuchen, fordert der frisch gekündigte Kurator des Medizinhistorischen Museums Zürich in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».

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Mörgeli ist der Ansicht, er sei noch nicht gekündigt. Ihm sei die Kündigung erst in Aussicht gestellt worden. So traf er sich zum «SoBli»-Interview denn auch in seinem Büro. «Ich erwarte, dass ich das medizinhistorische Museum weiterführen kann».

Zielvereinbarungen «bestmöglich erfüllt»

Er habe die Zielvereinbarungen mit seinem Vorgesetzten «bestmöglich erfüllt», sagt Mörgeli. So habe er fristgerecht fünf Konzepte eingereicht. Allerdings habe er nur auf ein einziges ein Feedback von Condrau erhalten.

Mit Sicherheit wolle er auch künftig Vorlesungen an der Uni halten, erklärt Mörgeli. Diese Möglichkeit hat ihm die Uni auch nicht genommen. Sein Titel als Titularprofessor ist von der Kündigung nicht tangiert. Ein Wechsel an eine andere Universität kommt für den Medizinhistoriker nicht in Frage.

Mörgeli ist überzeugt, «meine Vorgesetzten und ihr Umfeld» hätten ihn mit gezielten Indiskretionen diffamiert. Konkret bestehe der dringende Verdacht, «dass Unbekannte aus dem Umfeld von Herrn Condrau» den Medien zwei Berichte zugespielt hätten. Und zwar «mit dem Ziel, meine Entlassung zu provozieren».

Aus diesem Grund müssten jetzt «sämtliche Datenbanken, Mailverkehr und Telefonnachweise von Professor Condrau und Konsorten» untersucht werden. Ob er auch gegen einzelne Medien juristisch vorgehen werde, könne er noch nicht sagen.

Die Uni wolle zur SVP-freien Zone werden, sagt der SVP-Politiker. Er verstehe «den missionarischen Eifer» nicht, mit dem die Universitäten eine Säuberung «von den letzten SVP-Exponenten» anstrebten.

(asu/sda)

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Interessiert niemand mehr
ich musste herzlich lachen als ich die neueste WW sah und den Artikel durchlas von "Journalist" Gut.

Offenbar interessiert sich kaum eine Woche nach dem Fall niemand mehr für die Entlassung Mörgerli's.
Für eine Rampensau wie Mörgeli natürlich ganz bitter.

"Gut" hat man eine eigene Hauszeitung in der man sich dann wieder präsentieren kann, als gäbe es keine wichtigeren Vorgänge.
In typischer WW Manier wird da Fakten-Verdrehen, Lügen, Behaupten, Weglassen von wichtigen Fakten und Geschichtskitten zelebriert, das nennt sich dann "recherchieren" selbstverständlich.

Herrlich wie jedes Brösmeli hervorgekramt wird dass irgendwie darauf zurückschliessen liesse, dass sein Chef politisch motiviert gehandelt hätte.
Jedenfalls ist klar wenn man den Artikel liest und glauben sollte:
Mörgeli wurde Opfer einer von langer Hand geplanten Verschwörung von Linken sowohl an der Uni wie in der Regierung, um Mörgeli aus seinem Job zu jobben.
Puh...das stelle man sich mal vor. Als hätten diese Leute die da beschuldigt werden nichts anderes zu tun gehabt.
Jetzt fehlt ja nur noch die PUK, der Rücktritt EWS und man könnte doch mal untersuchen ob die Wahlen nicht manipuliert waren! Die SVP hat in Wirklichkeit ganz sicher mind. 35% Wähleranteil...da MUSS eine Verschwörung vorliegen...
Süsse Birnen
Wissen Sie, Mörgerli wurde aus seinem Job entlassen, da er offenbar nicht gut gearbeitet hat, ein simpler Fall von Arbeitsrecht.
Da es aber ein SVPler war und sein Chef einmal sich getraute öffentlich gemachte Äusserungen von Mörgeli zu kritisieren, meint die SVP nun, sie könne daraus ein Politikum machen und eine PUK fordern und EWS zum Rücktritt auffordern und Blocher wieder zum BR zu machen und.....

Das ganze ist vor allem wieder mal für die SVP sehr lächerlich und schadhaft. Sehr schade, und das meine ich Ernst.
Natürlich habe ich auch meinen "linken?" Senf dazugegeben, das darf man aber oder?

Wir laufen Gefahr, dass die SVP bestimmt, wer in der Nationalbank sitzen darf, wer an den Uni's sein darf usw usw usw. Dagegen muss gekämpft werden und dafür muss man nicht Links sein überhaupt nicht.
Nein, diesen Schmarren kann man nicht stehen lassen.
"...und die weltoffene Wissenschaftliche Arbeit an einer Uni"

Sie vermischen da Wissenschaft und Politik in genau der Weise, wie es dem Vorwurf entspricht.

Wissenschaft hat mit "weltoffen" überhaupt und genau gar nichts zu tun.
Das ist fertiger Blödsinn und dazu noch eine Sauerei. Denn weltoffen kann nur ein Idiot... äh ein Ideologe sein, der eine neue Weltordnung anstrebt.

Aber da Ihr ja alle so einverstanden damit seid, dass Ideologie und Wissenschaft miteinander verwurstelt sein soll - dann wäre ich meinerseits dafür, den weltoffenen biologischen Müll aus den Unis zu entfernen und etwas vernünftiges an dessen Stelle zu setzen.
Da haben wir einen schönen Anschauungunterricht!
Diese SVP-Mentalität, alle anderen sind Schuld nur ich nicht! Welcher Betrieb würde einen solchen Querulanten, Nestbeschmutzer und Arbeitsverweigerer und offensichtlich auch wissenschaftlichen Nichtskönner (Seine Vorlesungen werden so gut wie nicht besucht) denn behalten?
Nun befürchte ich, dass unsere rechtslastigen Gerichte, die grundsätzlich die Oberen laufen lassen und die Kleinen hängen, auch den Sozialschmarotzer Nummer 1 der CH wieder irgendwie rechtfertigen und ihm den Job erhalten, auf dass die Knochen seines Institutes wieder von rechts her weiter verfaulen können.
Ich kann nur hoffen, dass die Personalabteilung der UNI Zürich, die ja juristisch den Standard haben sollte, besser und gründlicher gearbeitet hat, als unbedarfte Schäfchen aus Henau das vermuten!
ja die SVP freie Zone
Wissen Sie was mir Spontan in den Sinn gekommen ist? So schwierig ist das ja nicht. Es gibt bei der SVP ja nicht viele richtige Professoren. Den das Weltbild eines richtigen linientreuen SVPlers und die weltoffene Wissenschaftliche Arbeit an einer Uni, egal welcher, schliessen sich eigentlich gegenseitig aus. ;-)

Aber lassen wir das Thema, Midas hat recht, es (er) ist dafür wirklich zu wenig wichtig.
Saure Gurken
Ich dachte im September sollte auch die saure Gurken Zeit in der Schweiz überwunden sein. Faszinierend, dass das Land offensichtlich wirklich keine anderen Probleme hat.

Es ist für mich erstaunlich wie viel Gift hier von rechts, als auch von links, verschossen wird. Die Partei hat für mich keine Bedeutung für einen Job. Sie darf keine Bedeutung haben. In der Gesellschaft, als auch in der Art wie dieser Job ausgeführt wird. Genau so wenig wie Frau oder Mann, schwarz oder weiss, Christ oder Muslim.

Wird Zeit dass diese Schmierenkomödie wieder in die Versenkung verschwindet.
Unabhängige Wissenschaft!
Die Schweiz ist auf einigen Gebieten der Wissenschaft auf Weltniveau. Das geht nur, wenn die Forschung und die Forscher politisch unabhängig sind. Das ist absolut mit der Meinungsfreiheit und der Kunst zu vergleichen: Entweder sind die völlig frei oder dann gibt es sie nicht. Es gibt keine rechte und keine linke Forschung sondern nur eine richtige oder auch manchmal eine falsche. Alles andere ist parteipolitisches Getöse eines traumatisierten Exbundesrat, dem ich sogar zutraue, das Ganze mit Absicht inszeniert zu haben.
Was die SVP jetzt mit einem Scheinprofessor und Parasiten und Nestbeschmutzer veranstaltet, zeigt, dass sie gar nichts, aber auch gar nichts begriffen hat oder dann wissentlich für unser Land schädlich handelt.
Und somit zeigt sie wieder ihren wahren Charakter, sie hat kein Interesse an am Wohlergehen der Gemeinschaft sondern schadet ihr willentlich und wissentlich und stellt das Wohl eines Einzelnen und das der Partei über das Ganze. Alles, was denen nicht passt ist Links unterwandert! Das grenz schon fast an einen veritablen Verfolgungswahn. Der Blocher sollte wissen, dass wissenschaftliche Arbeiten von tausenden Wissenschaftlern gelesen und begutachtet werden, da stellt sich von ganz alleine ein Ausgleich ein. Und ausserdem werden nun wohl die Knochen des Instituts von links verfaulen, oder wie? Wie bitte?
Auch von wegen sparen, jetzt wird sie Justiz unnötigerweise, und koste es was wolle, in Gang gesetzt, für einen, der in keiner Firma der Welt angestellt würde, weil er einfach zu nichts taugt als zum Leute beleidigen und zu provizieren. Und das alles zum Wohle unserer Schweiz, die der SVP ja angeblich so heilig ist.
Wenn nun der Mörgeli glaubt, nicht gekündigt worden zu sein, dann soll er nun die Sache mit einem freiwilligen Rücktritt beenden. Seine Vorlesungen werden ja ohnehin nicht besucht, also ist er überflüssig an der UNI.
Ja sicher...
Arbeitsrecht ist nicht gerade meine Stärke. Aber ich denke schon.

Nicht ich bin es, der die SVP ins Spiel gebracht hat. Lesen Sie den "Bericht".
Ach plötzlich!!!!
Als ich die SVP erwähnte machten Sie ein Drama draus!!!

Heute steht im Blick. "Ich lasse mich nicht kündigen" :-) Nicht?? Hat er eine Wahl?
Tip für Arbeitsunwillige
Geht an alle "Sozialschmarotzer", Arbeitslose, die nicht arbeiten möchten oder Angestellte, die lieber in der sozialen Hängematte schmachten wollen:

Beim nächsten Bewerbungsgespräch geben Sie als erstes an, ein Mitglied der SVP zu sein (spielt völlig keine Rolle, ob das stimmt). Das dürfte die Chancen auf eine Nichtanstellung stärker erhöhen, als mit schmutziger Kleidung einzufahren.
Falls das alleine noch nicht genützt hat, stellen Sie fest, dass es Ihnen zu viele Deutsche im Land hat und dass Sie auch in der Oeffentlichkeit unverblümt zu dieser Meinung stehen.

Sollte auch das nichts nützen und Sie trotz Widerwillen angestellt werden sollten, lehnen Sie ab und begründen das dem RAV gegenüber damit, dass es nicht zumutbar sei, mit politischen Gegnern den Arbeitsplatz zu teilen.

Wenn das nämlich ein Kündigungsgrund an einer Uni ist, müsste es auch ein Grund sein, eine Stelle ablehnen zu dürfen.
Viel Spass. Lassen Sie doch die Linken arbeiten und geniessen Sie es, ein Geächteter im Volk zu sein, für den diese Vollidioten auch noch den Lebensunterhalt bezahlen müssen.
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