Chrome fördert «Careless Computing»
publiziert: Mittwoch, 15. Dez 2010 / 14:42 Uhr
Richard Stallmann.
Richard Stallmann.

London/Hamburg/Frankfurt - Nachdem Google jüngst eine Vorschauversion von Chrome OS veröffentlicht hat, ist prominente Kritik am Cloud-orientierten Betriebssystem laut geworden.

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Es handle sich offenbar um einen Plan, «die Leute zu 'Careless Computing' zu treiben», meint Richard Stallmann, Vater des GNU-Projekts, gegenüber dem Guardian. Unvorsichtig ist es nach Ansicht des Gründers der Free Software Foundation (FSF) insbesondere, Daten immer mehr in der Cloud statt auf lokalen Rechnern zu speichern. Das bedeutet einen gewaltigen Kontrollverlust, warnt er - insbesondere, wenn die Daten auf US-Servern landen.

Cloud-Bedrohung

«Ich denke, Marketer mögen 'Cloud Computing', weil es keine substanzielle Bedeutung hat», meint Stallmann. Letztendlich gehe es darum, einem Dritten die eigenen Daten anzuvertrauen und die Rechenarbeit zu überlassen - und damit auch die Kontrolle. «Der Begriff 'Careless Computing' wäre vielleicht treffender», so der FSF-Gründer. Eben das will Google seiner Ansicht nach mit Chrome OS fördern - immerhin ist die Grundidee, möglichst wenige Daten lokal zu speichern. Dabei ist es für Nutzer auch rechtlich riskant, Daten in die Cloud und somit aus der Hand zu geben.

In den USA trifft das laut Stallman zu, sobald ein User Inhalte auf Unternehmensrechnern statt dem eigenen Computer speichert. «Die Polizei muss eine richterliche Anordnung vorlegen, um sich Daten direkt beim User zu holen», erklärt der FSF-Gründer. Liegen Informationen dagegen auf einem Server eines Unternehmens, ist das nicht nötig. Es könne sogar sein, dass nicht einmal dem Unternehmen eine Anordnung für die Durchsuchung vorgelegt werden muss. Er vermutet, dass die US-Regierung die Menschen ermutigen wird, Daten dort abzulegen, wo sie nach US-Recht möglichst frei darauf zugreifen kann.

Trend für Trottel

Zwar basiert Chrome OS auf GNU/Linux und somit letztendlich Stallmans Ideen, doch das ist für ihn somit das einzig positive am Google-Betriebssystem. Immerhin ist es nach Ansicht des FSF-Gründers dazu gedacht, User dazu zu bekommen, ihre Daten aus der Hand zu geben. Aufzuhalten ist der Trend seiner Ansicht nach aber nicht. «Ich vermute, viele Leute werden sich weiter hin zu Careless Computing bewegen, denn jede Minute wird ein Trottel geboren», meint er.

Google betont auf Nachfrage intensive Bemühungen um die Sicherheit von Chrome OS. Allerdings geht das Unternehmen dabei mit Features wie Sandboxing und Verschlüsselung eher auf den Schutz vor Malware und Hackerattacken ein. Das trifft aber nicht den Kern der Stallmanschen Kritik.

(bert/pte)

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