Chronologie der Anschuldigungen
publiziert: Freitag, 24. Aug 2012 / 15:09 Uhr

Die Anschuldigungen gegen Armstrong bis zur Aufgabe:

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2. Juli 2004: Unmittelbar vor der Tour de France 2004 erscheint das Buch «L.A. Confidential», in dem die beiden Journalisten David Walsh und Pierre Ballester schwere Doping-Vorwürfe gegen Lance Armstrong erheben. Der US-Amerikaner scheitert vor Gericht mehrfach mit dem Versuch, sich in dem Buch äussern zu dürfen.

1. Oktober 2004: Wegen Sportbetrugs wird der Sportarzt Michele Ferrari zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Der Italiener arbeitete lange mit Armstrong zusammen. Vom Vorwurf, Radsportler mit Dopingmitteln versorgt zu haben, wird Ferrari aus Mangel an Beweisen jedoch freigesprochen.

1. April 2005: Sein ehemaliger Betreuer Mike Anderson erklärt vor Gericht, 2004 «ein verbotenes Medikament» in Armstrongs Badezimmer gefunden zu haben. Der reagiert darauf mit einer Schadensersatzklage.

24. Juli 2005: Armstrong gewinnt zum siebten Mal die Tour de France und beendet danach seine Karriere.

23. August 2005: Die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtet, dass in sechs Urinproben von Armstrong aus dem Jahr 1999 das Dopingmittel EPO nachgewiesen wurde. Die Proben waren eingefroren worden und konnten dem Bericht zufolge eindeutig Armstrong zugeordnet werden. EPO ist erst seit 2001 nachweisbar.

31. Mai 2006: Eine vom Weltverband UCI eingesetzte Kommission spricht Armstrong von den 1999er Doping-Vorwürfen frei. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nennt den UCI-Bericht «fast schon lächerlich».

9. September 2008: Armstrong kündigt für 2009 sein Comeback an.

2. Oktober 2008: Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD schlägt Armstrong vor, die sechs Proben der Tour de France 1999 nochmals zu testen. Der US-Amerikaner lehnt das ab.

20. Mai 2010: Armstrongs ehemaliger Teamkollege Floyd Landis gibt öffentlich zu, die meiste Zeit seiner Karriere gedopt zu haben. Der Tour-Sieger von 2006 beschuldigt in diesem Zusammenhang auch Armstrong des Dopings. Der weist die Anschuldigungen zurück.

26. Mai 2010: Nach den Aussagen von Landis kündigen die US-Behörden an, die Ermittlungen gegen Armstrong auszuweiten. Es geht jetzt nicht nur um die Einnahme unerlaubter Mittel, sondern auch um die Frage, ob das Sponsorengeld des amerikanischen Postdienstleisters US Postal dazu genutzt wurde, um Dopingmittel zu finanzieren.

16. Februar 2011: Armstrong erklärt sein endgültiges Karriereende.

20. Mai 2011: Tyler Hamilton ist der nächste ehemalige Teamkollege, der schwere Doping-Vorwürfe gegen Armstrong erhebt. «Ich sah EPO in seinem Kühlschrank. Ich sah mehr als einmal, wie er es sich gespritzt hat», sagt der Zeitfahr-Olympiasieger von 2004 dem TV-Sender CBS.

4. Februar 2012: Die US-Staatsanwaltschaft stellt ihre Doping-Ermittlungen gegen Armstrong ein.

9. Februar 2012: Der Welt-Triathlonverband WTC gibt eine Kooperation mit Armstrong bekannt. Für sechs Starts kassiert seine Krebs-Foundation «Livestrong» eine Million Dollar. Die erste Teilnahme soll im Oktober 2012 sein.

12. Februar 2012: Armstrong wird Zweiter beim Ironman 70.3, einem Wettkampf über die halbe Distanz. Zum Dopingtest müssen nicht wie üblich die ersten drei, sondern die Athleten auf den Plätzen vier bis sechs.

12. Juni 2012: Die US-Anti-Doping-Agentur USADA erhebt in einem Schreiben schwere vorwürfe gegen Armstrong. Proben aus den Jahren 2009 und 2010 sollen «vollkommen mit Proben übereinstimmen, an denen Blutmanipulation, inklusive EPO und/oder Blut-Transfusionen vorgenommen wurden.» Armstrong wird sofort für alle Wettbewerbe gesperrt.

14. Juni 2012: Der WTC gibt bekannt, dass Armstrong wegen der laufenden Ermittlung nicht an Wettkämpfen teilnehmen darf. Der Ironman in Nizza am 24. Juni findet ohne den 40-Jährigen statt.

20. August 2012: Ein Gericht in Austin erklärt die Ermittlungen der USADA gegen Armstrong für rechtens. Der Texaner muss entscheiden, ob er eine Schiedsgerichts-Verhandlung will oder eine drohende lebenslange Sperre der USADA akzeptiert.

24. August 2012: Armstrong teilt in einem Statement mit, dass er den Kampf gegen die Anschuldigungen aufgibt. Ihm droht nun die Aberkennung seiner sieben Tour-Titel und eine lebenslange Sperre.

(fest/Si)

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Der Entschluss von Lance Armstrong, seinen Kampf gegen die Doping-Behörden aufzugeben, wird ihn voraussichtlich seine sieben Tour de France-Siege kosten. Dass so hingegen «saubere» Sportler nachträglich die Titel bekommen werden, ist eine Illusion. Der Profi-Radsport der 90er war eine einzige Epo-Party. Heute findet diese anderswo statt. mehr lesen 
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Nichts ändert sich
solange diese Doping Sünder nicht ins Gefängnis müssen.

Die Tour de France ist mit dieser Episode völlig zur Tour de Farce geworden.
Jeder weiss es, ALLE sind gedopt die bei solchen Rennen in die vordersten Ränge fahren, ALLE.

Eigentlich sollte man diesen Radfahrer auch noch das mit den Titel erwirtschaftete Vermögen beschlagnahmen.
Chris Froome war mit seiner Frau in den Ferien - das Hotel-Personal wollte den Kontrolleuren keinen Zugang gewähren.
Chris Froome war mit seiner Frau in den Ferien - das Hotel-Personal ...
Keine Konsequenzen  Chris Froome räumt gut eine Woche vor dem Start der Tour de France eine verpasste Dopingkontrolle in diesem Jahr ein. Der Vorfall sei während der Ferien mit seiner Frau in Italien passiert. 
Wird angeklagt  Wenige Tage vor Beginn der Tour de France hat die dänische Anti-Doping-Agentur in einem Bericht Bjarne Riis und weitere ehemalige dänische Radprofis angeklagt. Sanktionen sind trotzdem nicht zu erwarten, weil die achtjährige Verjährungsfrist abgelaufen ist.  
Keine Teilnahme an Weltmeisterschaften  Die Australierin Kylie Palmer, Staffel-Olympiasiegerin über 4x200 m in Peking und Zweite in London, wird nach einem positiven Doping-Test nicht an den Weltmeisterschaften in Russland teilnehmen.  
CIRC-Bericht «unverschämt voreingenommen»  Der frühere UCI-Chef Hein Verbruggen hat im Zuge des Anti-Doping-Berichts juristische ...
Hein Verbruggen geht vor das Gericht.
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