Segnung eines lesbischen Paares
Churer Bischof will nicht zu schnell gehandelt haben
publiziert: Donnerstag, 19. Feb 2015 / 19:08 Uhr
Vitus Huonder wehrt sich gegen die Vorwürfe.
Vitus Huonder wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Bürglen UR - Der Bischof von Chur, Vitus Huonder, hat sich am Donnerstag gegen die Vorwürfe gewehrt, er habe im Fall des Bürgler Pfarrers zu schnell oder zu hart gehandelt. Huonder präsentierte eine detaillierte Aufstellung der Ereignisse.

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Darüber hinaus werde das Bistum keine öffentlichen Aussagen machen, teilte dieses mit. Wie bereits kommuniziert, werde als nächstes der Lausanner Bischof Charles Morerod ein Gespräch mit Pfarrer Bucheli führen. Das sei so abgesprochen.

In den Medien sei vereinzelt suggeriert worden, Bischof Vitus Huonder habe zu schnell oder zu hart gehandelt, schreibt Bischofssprecher Giuseppe Gracia.

Gespräch unter vier Augen

Gemäss dem am Donnerstag veröffentlichten «Fact sheet betreffend Pfarrer Wendelin Bucheli» des Bistums Chur soll unter anderem am 2. Februar 2015 ein Gespräch zwischen Huonder und Bucheli stattgefunden haben - unter vier Augen. Dabei habe Bucheli erklärt, er sehe ein, dass er «den Bischof in eine schwierige Lage gebracht habe und nicht in Bürglen bleiben könne».

Ausgangspunkt des Streits ist Buchelis Segnung eines lesbischen Paares im vergangenen Herbst. Huonder forderte den Pfarrer zur Demission auf. Der Churer Bischof einigte sich mit Morerod darauf, dass Bucheli in das Westschweizer Bistum zurückgerufen wird, wo er geweiht worden war. Bucheli lehnte die geforderte Demission ab.

(jbo/sda)

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Ja, Kassandra, ich denke auch, dass der/ein Priester ....
... 'nur' der Vollstrecker - welch grauenhaftes Wort ... - Gottes oder "der geistigen Welt" ist, wie ich mich lieber ausdrücke.

WOLLEN tun es zwei Menschen - ob Frau-Mann oder zwei männlich ... oder zwei weiblich oder ..., das scheint mir auch nicht wesentlich. Wenn Gott es nicht wollte, dann hätte diese/r Gott auch die Möglichkeit Einfluss zu nehmen - Wie? Das wissen wir oft erst oder nicht, nachdem "es" passiert ist! Nicht nur beim Gernhaben ..., denke ich. (;-)

UND, dass dann der heutige Papst etwas zur Modernisierung dieses "Glaubens" beitragen kann ... Ja, das dauert wohl noch.
Da bin pessimistischer, thomy
Im Vatikan passieren oft ganz "göttliche" Dinge. Da stirbt schon mal ein Papst ganz überraschend, oder fällt einem Attentat zum Opfer usw.
Ich verstehe, wenn sie den Segen als Gottesband für die Ehe halten. Das gilt dann vor den Menschen.
Ich sehe das anders. Wie kommt es wohl, dass sich zwei Menschen in Liebe zu einander gezogen fühlen? Wer hat ihnen diese Liebe ins Herz gesenkt? Doch nicht ein Priester der weiss in der regel von allem gar nichts. Wenn diese beiden Menschen dann glauben, sie bräuchten auch den priesterlichen Segen, dann, weil sie sich bereits gefunden haben und das lediglich auch der kirchlichen Gemeinschaft mitteilen möchten. Wenn es überhaupt etwas göttliches gibt bei der Liebe zweier Menschen, dann geschieht das Wesentliche vor dem Segen der Kirche. Also ist der Priester lediglich Vollstrecker Gottes Willen und er hat kein Recht, die Geschlechter oder die Dauer der Verbindung zu bestimmen!
Aber das ist meine Meinung und ich glaube nicht an einen Gott, der sich um solche Dinge überhaupt kümmert.
Ein freier Mensch entscheidet sich frei und lässt sich nicht solchen Unsinn aufschwatzen, von wegen was Gott verbunden hat...... Der Mensch behauptet, Gott habe dies gesagt, hat er aber nicht und wenn doch, dann soll mir das einer beweisen!!
Und dass der Churer Bischof lügt und anderen Dinge in den Mund legt, die diese nie gesagt haben, beweisst doch, dass es keinen Gott gibt, denn der müsste sich doch für das, was er in die Herzen der beiden Liebenden gelegt hat, gegen diesen eingebildeten Zeremonienmeister einstehen.
Kassandra, ja Sie ticken goldrichtig, meine ich ...
Ich bin mit Ihnen im grossen Ganzen einverstanden. Das Wort gilt dann, wenn ein kath. Priester ein Paar segnet! Wenn man von einem röm.-kath. Priester spricht! Der ist ja dazu bestimmt worden von dieser Kirche!

Genau gleich ist es doch, wenn ein evangelischer Pfarrer oder ein Priester einer anderen Religion ein Paar segnet - im Sinne dieser Religion!

Für gewisse Herren Bischöfe ist das halt fremd! Aber, ich denke, nicht mehr lange können diese ihr fundamentalistisches Getue aufrecht erhalten. Vieles in "Rom" ist im Tun, was halt durch solcherart Priester/Bischöfe bisher nicht neu, zeitgerecht, menschengerecht reformiert wurde!

Auch ein Bischof Huonder wird wohl demnächst sich ändern müssen. Ich denke, hoffe, dass Papst Franziskus früher oder später, wohl eher früher, diese Probleme aufnehmen wird! Er wird wohl nicht alles auf ein Mal tun können, aber er wird es tun!

Sollte nichts geschehen, so sehe ich nun wirklich schwarz für die RKK !
Einer von beiden lügt!
Bucheli will demissionieren, sagt Chur, Bucheli selbst will es nicht. Typisch katholisch! Man kann's ja beichten!
Warum um alles in der Welt will dieses Paar katholisch getraut werden?
Mir ist noch immer nicht klar, was Folgendes heisst: "Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen."
Ist es Gott, der die Liebe in die Herzen zweier Menschen senkt und sie so zusammenfügt?
Oder gilt das Wort erst dann, wenn ein Pfarrer das Paar gesegnet hat?
Im ersten Fall hat Gott zwei Menschen zusammengefügt, im zweiten Fall ein Mensch!
Der Churer Bischof handelt aus fundamentalistischen Gründen, der Bucheli aus humanitären. Was ist näher bei Gott?
Das Paar fühlt sich in der Liebe vereint und kann nicht aus der frühkindlichen religiösen Indoktrination ausbrechen, es geht einfach nicht! Das sollte sich auch der Roger Köppel merken, der Muslimen den Austritt aus ihrem "Verein" empfiehlt. Ich bin auch aus der katholischen Kirche ausgetreten und weiss, das ist gar nicht so einfach! (Aber danach stellt sich ein grosses Glücksgefühl ein!)
Ich schrieb aus der Un-Logik der Gläubigen, ich würde mich niemals kirchlich trauen lassen, denn ich glaube nicht an diesen absonderlichen Hokuspokus der Religionen/Kirchen! Religionen grenzen aus und haben mit Gott nicht das Geringste zu tun.
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