Clapton und Marsalis auf den Spuren des Blues
publiziert: Freitag, 9. Sep 2011 / 16:01 Uhr / aktualisiert: Freitag, 9. Sep 2011 / 16:35 Uhr

Blues-Gitarrist Eric Clapton und der «Gralshüter des Jazz», Trompeter Wynton Marsalis, gaben im Lincoln Center New York ein Konzert, das die Wurzeln des Blues aufspüren sollte. Herausgekommen ist eine Live-Aufnahme, die perfekt in das aktuelle Blues und Swing-Tanz Revival passt.

Clpton wählte aus, Marsalis arrangierte: Es war nicht nur eine Kooperation zwei der weltbesten Musiker, es waren auch Konzerte der Extraklasse, als Eric Clapton und Wynton Marsalis den Blues ins New Yorker Jazz at Lincoln Center trugen. Angekündigt als Wynton Marsalis & Eric Clapton Play the Blues verwandelte das ungleiche Paar das Rose Theater in der Frederick P. Rose Hall am 7. und 8. April 2011 in einen Wallfahrtsort für Blues- und Jazz-Connoisseure gleichermassen. Unterstützt von Mitgliedern des «Jazz at Lincoln Center Orchestra» boten sie zwei einzigartige Shows und eine Gala am 7. April, die ganz den Wurzeln von Blues und Jazz gewidmet waren.

«Wir wollten die Konzerte als Musiker präsentieren, die Musik spielen, die sie kennen und lieben, und es nicht als Projekt angehen», so Marsalis, neunfacher Grammy-Gewinner und Artistic Director des «Jazz at Lincoln Center» in den Liner-Notes über die Zusammenarbeit mit dem 19-fachen Grammy-Preisträger Clapton.

 Dies gelang, zumal Eric Clapton & Wynton Marsalis auf eine ganze Reihe von hochklassigen Begleitmusikern bauen konnten, namentlich Dan Nimmer (Piano), Carlos Henriquez (Bass), Ali Jackson (Drums), Marcus Printup (Trompete), Victor Goines (Klarinette), Chris Crenshaw (Posaune, Gesang), Don Vappie (Banjo) und Claptons langjähriger Keyboarder und Sideman Chris Stainton. Nicht zu vergessen die Performance von Taj Mahal, der das Konzert mit einem Solo-Set, zu dem auch Stagger Lee gehörte, eröffnete.

Die ungewöhnliche Kombination des Sounds aus dem New Orleans Jazz und den frühen Blues-Jump-Bands, die sowohl Gitarre als auch Trompete zum Lead-Instrument machte, ermöglichte den Musikern, jeden erdenklichen Spielraum unterschiedlichster Grooves, vom Delta-Blues bis zum Caribbean und darüber hinaus, auszunutzen.

Flink und geschickt navigierte die Band durch eine variantenreiche Setlist, die unterschiedlichste Stile berührte, vom Four-on-the-flour-Swing wie Louis Armstrongs Ice Cream und dem Southern Slow-Drag von W.C. Handys «Joe Turner?s Blues» bis hin zum Traveling Blues bei «Joliet Bound» und dem Boogie Woogie Jump bei «Kidman Blues». Für «Corrine, Corrina» und das Funeral-Standard Just A Closer Walk With Thee kehrte dann auch Taj Mahal auf die Bühne zurück.

Es gab einen Song, der nicht von Clapton ausgewählt wurde, und das war sein eigenes «Layla». Vorgeschlagen von Bassist Henriquez, verwandelte sich der Welthit im neuen Arrangement in eine packende Crescent City-Klage mit erstaunlichem Resultat. Rolling Stone-Redakteur David Fricke fasste das Ergebnis in treffende Worte: «Im instrumentalen Zwischenspiel liess Clapton einige bestechende Licks mit leichter Zerrung anklingen, die von Marsalis mit einer langsamen Parade glasklarer, schmerzender Perlen beantwortet wurden - ein bewegender Dialog von Liebeskummer und Bluesklage.»

WYNTON MARSALIS & ERIC CLAPTON «Play The Blues - Live From Jazz At Lincoln Center» erscheint als CD und als CD mit DVD, die als Bonus Taj Mahals Version von Stagger Lee enthält.
Die Aufnahmen stammen aus den öffentlichen Konzerten vom 8. und 9. April sowie aus der Performance zur jährlichen Gala des «Jazz at Lincoln Center» am 7. April. 

(fest/Si)

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