Coach für schulisch Schwache
publiziert: Montag, 13. Nov 2006 / 15:18 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Nov 2006 / 16:39 Uhr

Genf - Die Situation auf dem Schweizer Lehrstellenmarkt ist trotz des Aufschwungs nach wie vor angespannt.

Doris Leuthard erinnert daran, dass 3000 Jugendliche keine Lehrstelle gefunden haben.
Doris Leuthard erinnert daran, dass 3000 Jugendliche keine Lehrstelle gefunden haben.
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Bundesrätin Doris Leuthard will nun vermehrt die schulisch Schwächeren fördern, um deren Chancen beim Berufseinstieg zu verbessern.

Zusammen mit den Kantonen will die Vorsteherin des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD) ein Case Management einführen, in dem sozial und schulisch schwache Jugendliche bereits im 7. Schuljahr erfasst werden.

Ab dem 9. Schuljahr sollen sie einen Coach zur Seite gestellt bekommen, der sie bei Berufswahl und Lehrstellensuche individuell unterstützt, wie Leuthard gemäss Redetext am Montag anlässlich einer nationalen Lehrstellenkonferenz in Genf sagte.

Diese Begleitung solle auch über die obligatorische Schulzeit hinaus angeboten werden, bis eine Lösung gefunden sei.

Engagement ausgeweitet

In diesem Jahr hätten 3000 Jugendliche keine passende Lehrstelle gefunden, rief Leuthard in Erinnerung.

Der Bund habe schon in den letzten zweieinhalb Jahren sein finanzielles Engagement für Projekte der Berufsbildung von 20 auf über 30 Millionen Franken ausgeweitet.

Gemäss Leuthard sind bereits Fortschritte erzielt worden: Die Zahl der angebotenen Lehrstellen sei in den letzten Jahren um rund 2 Prozent gestiegen. An der Konferez nahmen Vertreter von Bund, Kantonen und Wirtschaft sowie Spitzen der Gewerkschaften teil.

(rr/sda)

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