«Codex Sinaiticus» kommt ins Internet
publiziert: Montag, 18. Dez 2006 / 14:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 21. Jul 2008 / 09:39 Uhr

Leipzig - Eines der beiden ältesten Bibel-Manuskripte der Welt, der so genannnte Codex Sinaiticus, wird ab 2009 im Internet zu sehen sein.

Der «Codex Sinaiticus» stammt vom Anfang des 4. Jahrhunderts.
Der «Codex Sinaiticus» stammt vom Anfang des 4. Jahrhunderts.
1 Meldung im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

CODEX SINAITICUS PROJECT
Digitalisierung des Codex Sinaiticus an der Universität von Birmingham.
www.itsee.bham.ac.uk/projects/sinaiticus/

«Das Online-Faksimile mit dem vollständigen Neuen Testament und der Hälfte des Alten Testaments ist dann für jedermann nutzbar», sagte der Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, Prof. Ulrich Johannes Schneider.

Die vierspaltige Bibelabschrift in altgriechischer Sprache stammt ebenso wie der Codex Vaticanus vom Anfang des 4. Jahrhunderts. Sie gilt als eines der grössten Pergamentbücher der Antike, war jahrhundertelang im St. Katharinenkloster im ägyptischen Sinaigebirge aufbewahrt worden und ist derzeit an vier Orten der Welt zerstreut.

In einem Papierkorb entdeckt

1844 hatte der Leipziger Theologe Konstantin von Tischendorf die 33,5 Zentimeter breiten und 37,5 Zentimeter hohen Pergamentblätter in einem Papierkorb des Katharinenklosters entdeckt. Die Mönche erlaubten ihm, 43 von insgesamt 129 gefundenen Blättern mit nach Leipzig zu nehmen, wo sie in einer Spezialkiste im Tresor liegen.

1859 kehrte Tischendorf mit Unterstützung des russischen Zaren noch einmal zurück und entdeckte weitere Fragmente. Er konnte die Mönche schliesslich überreden, sie dem Zaren zu schenken.

1933 verkaufte die Sowjetunion 347 Blätter an das Britische Museum in London, sechs befinden sich noch in St. Petersburg. 1975 gab es einen dritten Fund. Diese 38 Seiten liegen noch im St. Katharinenkloster. Etwa 300 Blätter, auf denen sich Teile des Alten Testaments befanden, fehlen.

Gemeinsam arbeiten die British Library, die Universitätsbibliothek Leipzig, die russische Nationalbibliothek in St. Petersburg und das Katharinenkloster derzeit an der Digitalisierung der Handschrift.

(bert/sda)

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