Zweiter Delfintod im «Connyland»
Connyland-Delfine sind wohl vergiftet worden
publiziert: Montag, 14. Nov 2011 / 11:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 14. Nov 2011 / 18:31 Uhr
Mysteriöses Delfin-Sterben im «Connyland».
Mysteriöses Delfin-Sterben im «Connyland».

Lipperswil TG - Im Freizeitpark «Connyland» im thurgauischen Lipperswil ist am Sonntagnachmittag zum zweiten Mal innert einer Woche ein Delfin gestorben. Laut einem Tierarzt könnten die Tiere vergiftet worden sein. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet.

4 Meldungen im Zusammenhang
«Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren», sagte Staatsanwalt Patrick Müller am Montag der Nachrichtenagentur sda. Die beiden toten Delfine würden genau untersucht. Die toxikologischen Abklärungen seien kompliziert. Laut Müller werden auch Personen befragt und Spuren gesichert.

Mitarbeiter des Connyland hatten am Sonntagnachmittag bemerkt, dass es dem 30-jährigen Delfinmännchen «Chelmers» plötzlich schlecht ging. Sie riefen einen Tierarzt. Dieser konnte aber den Tod des Delfins nicht mehr verhindern.

Bereits am vergangenen Dienstag war der achtjährige «Shadow» mit den gleichen Symptomen im Delfinbecken in Lipperswil ganz unerwartet gestorben. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Thurgauer Kantonspolizei mit.

Anonyme Drohungen

Das Connyland hatte vergangene Woche anonyme Drohungen erhalten. Diese richteten sich allerdings gegen die Betreiber des Freizeitparks, nicht gegen die Tiere, sagte der Staatsanwalt.

Das Connyland hat für die verbleibenden Delfine Schutzmassnahmen ergriffen. Im Freizeitpark selber war am Montag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Kritik von Tierschützern

Mit «grosser Bestürzung» reagierten die deutschen Tierschutzorganisationen «Wal- und Delfinschutz-Forum» (WDSF) und «ProWal» auf den zweiten Delfintod in Lipperswil. Sie forderten eine Beschlagnahme der verbliebenen drei Delfine des Connylands.

Seit 2008 seien acht Delfine im Connyland gestorben, heisst es im Communiqué. Die Vermutung, die Delfine könnten vergiftet worden sein, sei eine Schutzbehauptung. Das Connyland versuche damit «von den eigenen Missständen abzulenken».

Importverbot für Delfine gefordert

Sie übten Kritik am Veterinäramt des Kantons Thurgau, weil dieses die Techno-Party nicht verboten habe. Die Bündner Nationalrätin Brigitta Gadient (BDP) hat im Parlament einen Vorstoss eingereicht. Sie will, dass die Schweiz den Import von Delfinen verbietet.

 

(fest/sda)

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In der Sache.....
Ihre Statement zur Sache und Delphinarienbesuch schätze ich.
Zum Fanatismus - trifft auf mich überhaupt nicht zu. Ich bin in solchen Dingen eher Realist......Seit 40 Jahren bin als prof.Unterwasserkameramann in allen Ozeanen der Erde unterwegs und habe auch etliche Dokumentationen über Delphinarien produziert . Ich weiss wovon ich spreche, denn ich habe hinter die "Gardinen" geschaut. Die "Unterstellungen" über den "Gasserclan" ich kann es leider nicht anders bezeichnen, basieren auf Fakten von Institzutionen wie die Aga Khan Bellerive Founadation und anderen.....
Zur Sache.....
Ihre Statement zur Sache und Delphinarienbesuch schätze ich.
Zum Fanatismus - das trifft auf mich überhaupt nicht zu - ich bin in solchen Dingen eher Realist da ich seit 40 Jahren als prof. Unterwasserkameramann in allen Ozeanen der Erde unterwegs und auch etliche Dokumentationen über Delphinarien produziert habe. Ich weiss wovon ich spreche, denn ich habe hinter die "Gardinen" geschaut. Die "Unterstellungen" über den "Gasserclan" (ich kann es leider nicht anders bezeichnen ), basieren auf Fakten von Institutionen wie die Prinz Aga Khan „Bellerive Foundation“ und anderen anerkannten Organisationen.
in der Sache
bin ich Ihrer Meinung. Ich war noch nie in einem Delfinarium und gedenke es auch nie zu tun.
Ihren Fanatismus und ihre Pauschalisierungen lehne ich jedoch ab. Die Unterstellungen sind
daneben. Mit dem gleichen Recht könnte ich behaupten Tierschützer haben das getan, um genau diese Situation herbeizuführen (solches ist auch schon mehrfach vorgekommen)
Schlimm
Ich hoffe das war kein Wahnsinniger "Tierschützer" die beiden Tiere auf dem Gewissen haben.

Ich finde man sollte diese Delfinarien schliessen. Diese Tiere gehören nicht in ein keines Becken, sondern in die weiten des Meeres. Aber da hat Roland71 sehr recht, diese Haltung ist heuchlerisch. Für die Menschen waren und sind Tiere schon immer Mittel zum Zweck. Entweder zur Nahrung oder zur Unterhaltung. Das entschuldigt nichts, es erklärt aber die Existenz solchen Delfinarien. Leider.
Tier-Heuchelei
Diver, ich gebe Ihnen vollkommen recht und es ist auch gut, wenn man unsere "tierliebende" Gesellschaft gelegentlich an ihre kranken Herzen und an ihr schizophrenes Getue erinnert.

Zitat: "Es gebe keinen Grund, dem Delfinarium die Bewilligung zu entziehen. Die Delfinhaltung im Connyland entspreche den Vorschriften."

Zitat diver:"- kein Delphinarium, auch wenn es noch gross ist, kann die Weite des Meeres ersetzen !"

Trotz dass dies der "aufgeklärte Mensch" weiss, heucheln Medien und "Tierliebhaber" weiter - oder lässt man sie weiterheucheln...
Connyland
Ich frage mich wirklich, wie lange noch ???
In den 60ziger Jahren, karrte Gasser Senior einen Delphin in der Badewanne von Strassenshow zu Strassenshow, und liess das gestresste Tier in einem Planschbecken seine „Kunststücke“ vorführen!!! Seit dieser Zeit, sind in den beiden „Conny“ Delphinarien in Italien und der Schweiz mind. 30 Tiere „verheizt“ worden – Profit über Tierliebe !!!
Immer wieder schaffte es aber der „Gasser-Clan“ die Fakten zu vertuschen oder sich aus der Schlinge zu ziehen , selbst mit einem angeschlagene Image, welches man aus der Presse kennt; Seelöwen wegen Fahrlässigkeit auf der Autobahn verloren, Nötigung einer Angestellten, acht tote Delphine in nur drei Jahren usw.. Es herrscht eine totale „Vetternwirtschaft“, in welcher der thurgauische Kantonstierarzt eine grosse Rolle spielt. Dieser, in Sachen Meeressäuger absolut inkompetenter Mann, stellt seit Jahren positive Gutachten aus und ist, indirekt auch für den Tod von Shadow verantwortlich - da er die Techno-Party im Connyland, für Meeressäuger als „unproblematisch“ hielt……
Ich denke es ist auch derselbe Mann, der nun auch bei dem am letzten Sonntag gestorbenen Tier eine „Vergiftung“ verantwortlich macht……….. Keine schlechte „Idee“ um von den wirklichen Fakten abzulenken, warum Delphine in Gefangenschaft wegsterben wie Fliegen – der Grund ist das eingesperrt sein – kein Delphinarium, auch wenn es noch gross ist, kann die Weite des Meeres ersetzen !!
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