43 Prozent ohne Rechtsinhaber
Copyright-Streit verzögert Bücherscans
publiziert: Montag, 19. Sep 2011 / 11:07 Uhr
Bei vielen Büchern ist die Rechtslage unklar - und ein Scannen damit unmöglich.
Bei vielen Büchern ist die Rechtslage unklar - und ein Scannen damit unmöglich.

London - Sogenannte verwaiste Werke - Bücher, die durch Copyright geschützt sind, deren Rechteinhaber allerdings nicht ausgemacht werden können - stehen im Moment im Zentrum der Diskussion rund um die Digitalisierung von Bibliotheken. Wie schädlich der Streit um die Rechtslage für die europäische Kulturlandschaft sein könnte, soll nun eine Studie zeigen, berichtet die BBC.

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Die British Library, die trotz Copyrights für das Scannen von Büchern eintritt, hat Stichproben aus der Zeit zwischen 1870 und 2010 ausgewählt. Die Institution kommt zu dem Schluss, dass etwa 43 Prozent der Werke verwaist sind. Grosse Teile des literarischen Schaffens schaffen es daher nicht ins Internet, so die Kritik.

«Das Gesetz verbietet es uns geschütztes Material zu verwenden, wenn wir den Rechteinhaber nicht ausfindig machen können», so Ben White von der British Library. Ohne eine Änderung der Rahmenbedingung bedeutet dies, dass eine grosse Zahl an Büchern nicht digitalisiert werden kann. Für die Studie wurden unterschiedlichste Publikationen in Betracht gezogen. Die meisten verwaisten Werke sind mindestens 50 Jahre alt, doch überraschenderweise sind auch viele neuere Bücher, vor allem aus den 80er Jahren, betroffen.

Mit alten Werken auf der sicheren Seite

Die möglichen Probleme im Fall einer Klage haben Bibliotheken bislang dazu bewegt, sich bei der Digitalisierung auf sehr alte Werke zu konzentrieren, bei denen Copyright keine Rolle mehr spielt. Künftig müssen die Bibliotheken jedoch weiterdenken, wollen sie die Digitalisierung in Europa voranbringen. Gerade im Bereich des Copyrights müssen Automatisierungen Einzug halten, um die Prüfungsverfahren abzukürzen, so das Fazit der Studie.

(dyn/pte)

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