Corine Mauch ist neue Zürcher Stadtpräsidentin
publiziert: Sonntag, 29. Mrz 2009 / 15:59 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Mrz 2009 / 20:45 Uhr

Zürich - SP-Parteikollegin Corine Mauch löst Elmar Ledergerber an der Spitze der Zürcher Stadtregierung ab. Sie wurde mit 41'745 Stimmen zur ersten Zürcher Stadtpräsidentin gewählt. Die Stimmbeteiligung betrug 34,2 Prozent.

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Das Nachsehen hatte die 56-jährige FDP-Stadträtin Kathrin Martelli, die 30'851 Stimmen erhielt. Sie schaffte es nicht, für ihre Partei nach 19-jähriger SP-Herrschaft das Stadtpräsidium zurückzuerobern.

Im ersten Wahlgang im Februar lag sie noch knapp vor Mauch, hatte aber das absolute Mehr nicht erreicht. Am Sonntag zeigte sich ein anderes Bild: Mauch holte in allen neun Wahlkreisen mehr Stimmen als Martelli. Offenbar hatte der Aufruf der SVP-Parteispitze zum Wahlboykott gewirkt.

Die Wahl ins Stadtpräsidium wurde notwendig, weil Elmar Ledergerber im letzten Herbst nach siebenjähriger Amtszeit aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt aufs Frühjahr bekanntgab.

Erstmals eine Frau an der Spitze der Stadt Zürich

Schon vor der Wahl stand fest, dass künftig erstmals eine Frau an der Spitze der Stadt Zürich regieren wird, nachdem nur Mauch und Martelli um das Präsidium kämpften. Auch wenn das Stadtpräsidium in SP Hand bleibt, so dürfte Mauch doch für einen Wechsel sorgen.

Im Unterschied zu Ledergerber, der die grossen Auftritte liebte, suchte sie nie das Rampenlicht. Die 48-Jährige ist über die Parteigrenzen als pragamatische und kompetente Schafferin bekannt. Mauch, die auch in den USA aufwuchs, ist jedoch auch stark dem sozialdemokratischen Gedankengut verbunden.

Die Agrarökonomin arbeitete zuletzt bei den Parlamentsdiensten in Bern. Seit Herbst hatte die Tochter der früheren Aargauer Nationalrätin und SP-Fraktionschefin Ursula Mauch im Zürcher Stadtparlament die SP-Fraktion geleitet.

Im Februar war Mauch in der Ersatzwahl für Ledergerber als Stadträtin gewählt worden. Sie setzte sich gegen SVP-Gemeinderat Roger Liebi und EVP-Gemeinderat Ernst Danner durch.

(li/sda)

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So ist es doch gut!
Auch der Stadt Zürich tut es besser, wenn das Bekannte sich weiterhin mit den Problemen, die diese (jede!) grössere Stadt hat, auseinander setzt und nach geeigneten Lösungen sucht!

Wenigstens muss nicht befürchtet werden, dass finanzgeile Bürgerliche das Sagen haben werden, sondern - was ich besonders wichtig finde - eine Frau an die Spitze dieser Stadt tritt ! Dazu noch eine sozial denkende, die aber auch weiss, was es heisst, eine Stadt wie Zürich zu regieren !

Ich gratuliere Ihnen Frau Mauch und natürlich auch der SP zu dieser Wahl und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft!!


Die SVP ist Schuld
Man hat aber schon vor dieser Wahl beschlossen nicht mit der SVP in die nächsten Wahlen zu steigen.
Dass diese Deppen der SVP trotzdem noch mithelfen, vermutlich weil sie sich ja auch in der Vergangenheit immer hintergehen liessen, und trotzdem die FDP unterstützten, ist diesesmal und hoffentlich auch in der Zukunft nicht mehr der Fall.

Wenn die SVP ohne die wankelmütige FDP in die Wahlen steigt, wird das der wirklich bürgerlichen Politik auch wieder mehr Glaubwürdigkeit verleihen.
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