Francesco Schettino macht sich Vorwürfe
«Costa»-Kapitän: «Ich war von Telefonat abgelenkt»
publiziert: Mittwoch, 11. Jul 2012 / 07:38 Uhr
Beim Schiffsunglück vor Giglio kamen 30 Menschen ums Leben.
Beim Schiffsunglück vor Giglio kamen 30 Menschen ums Leben.

Rom - Der Kapitän des vor der italienischen Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» war nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt des Unglücks von einem Telefonanruf abgelenkt. «Ich mache mir selbst Vorwürfe», sagte Francesco Schettino in einem Interview mit dem Fernsehsender Canale 5.

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Er bezeichnete die Havarie als einen «banalen Unfall». Zugleich gab der Kapitän an, er habe zum Zeitpunkt des Unfalls nicht die Kontrolle über das Schiff gehabt, sondern andere Crew-Mitglieder hätten die Navigation geleitet.

Vergangene Woche hatte ein italienisches Gericht Schettino aus dem Hausarrest entlassen. Ihm wird vorgeworfen, für den Tod von Passagieren verantwortlich zu sein und die «Costa Concordia» verlassen zu haben, als sich noch zahlreiche Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord befanden.

Das Kreuzfahrtschiff war am 13. Januar mit etwa 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen gelaufen und gekentert. 30 Menschen kamen dabei ums Leben. Zwei Passagiere werden immer noch vermisst.

(bg/sda)

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