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Couchepin: Ärzte sollen keine Medikamente verkaufen
publiziert: Donnerstag, 4. Jun 2009 / 19:55 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Jun 2009 / 20:12 Uhr

Bern - Ärzte müssen künftig möglicherweise darauf verzichten, ihren Patienten die Medikamente direkt zu verkaufen. Gesundheitsminister Pascal Couchepin hat angekündigt, dass er vorschlagen will, den Ärzten die Selbstdispensation zu verbieten.

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Pascal Couchepin will die Massnahmen noch vor den Sommerferien vorlegen. (Archivbild)
Pascal Couchepin will die Massnahmen noch vor den Sommerferien vorlegen. (Archivbild)
4 Meldungen im Zusammenhang
Er wolle diesen Vorschlag im Rahmen des Massnahmenpakets zur Senkung der Gesundheitskosten in Vernehmlassung geben, sagte er.

Wer Medikamente verschreibe, solle nicht gleichzeitig aus deren Verkauf Profit schlagen können. Zudem seien die Vertriebskosten eines Arztes viel tiefer als die eines Apothekers.

Er sei sich bewusst, dass die Aufgabe der Selbstdispensation zu einem Aufschrei führen werde. Doch hoffe er auf die Unterstützung aus dem Parlament.

Umstrittene Margen

Dass der Widerstand auch dort gross sein wird, zeigte eine Motion von Verena Diener (Grüne/ZH), die nur mit dem Stichentscheid des Ständeratspräsidenten angenommen wurde.

Darin wurde der Bundesrat beauftragt, künftig die Vertriebsmargen für Medikamenten je nach Vertirebsart differenziert zu handhaben. Heute gilt für alle Vertriebskanäle, ob Arzt, Apotheke oder Grossvertrieb, eine Marge von 15 Prozent.

Diese Marge sei aufgrund der Vertriebskosten einer grossen Apotheke berechnet worden, sagte Diener. Dass der selbstdispensierende Arzt mit viel tieferen Lagerkosten die gleiche Marge erhalte, sei nicht gerechtfertigt.

Erhöhter Druck auf Medikamentenpreise

Angesichts der angekündigten Prämienexplosion in der Krankenversicherung erhöhte der Ständerat den Druck für tiefere Medikamentenpreise noch mehr. Stillschweigend stimmte der Rat einer zweiten Motion von Verena Diener zu.

Sie fordert, dass die Preise der Medikamente alle drei Jahre überprüft und nötigenfalls gesenkt werden.

Pascal Couchepin kündigte an, dass er diese Vorschläge für sein Massnahmenpaket gegen die hohen Gesundheitskosten vorgesehen habe. Im Unterschied zur Motionärin wolle sie der Bundesrat aber auf dem Verordnungsweg umsetzen. Couchepin will die Massnahmen noch vor den Sommerferien vorlegen.

(bert/sda)

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Danke, Pascal

Auch wenn es 11 Jahre zur Einsicht brauchte!

Jetzt müssen Sie nur noch jemanden finden, der das von Ihnen mitverursachte Desaster (zerstörtes Gesundheitswesen) wieder repariert, respektive die hunderte Millionen Franken bezahlt, die Sie zum Fenster rausgeworfen haben!
Oh, das war wohl ein Schreibfehler -
... in der Eile ... Danke für die Mitteilung!
Thomy aus Münchenbuchsee
Kennen Sie das Buch, genannt Duden?

Zitat: Die Details von damals habe ich (noch) nicht mehr präsent ...

Vielleicht würden Sie dann die Details von gestern präsent gehabt haben werden.
Interessant, wenn man etwas zuruck
Ich habe bei Google mit dem Suchbegriff ""EWR-Abstimmung" einige für viele von uns vielleicht bereits wieder vergessene Informationen bekommen ...!

Machen Sie's auch. Vieles vergisst man schnell. Interessant ist aber, dass die gleichen Demagogen von damals noch heute am Werk sind - hoffentlich nicht mehr lange!
Ja, da haben Sie recht, Magnus ...
Da hat das Schweizer Volk wohl (wieder einmal ...) einen kapitalen Bock geschossen, damals. Ich kann mich erinnern ... Die Enttäuschung war gross - damals.
Ich muss dies einmal wieder Revue passieren lassen. Die Details von damals habe ich (noch) nicht mehr präsent ...
Der Typ solllte den Hut nehmen
Ja genau!! die Leidtragenden ist wieder mal Otto Normalverbraucher..
und vorallem was für ein administrativer Aufwand, dann muss der Arzt zuerst ein Rezept schreiben und damit die Patienten zur Apotheke schicken.. den in den Drogerien bekommt man ja bekanntermassen das Zeugs nicht...
Ich z.B. finde es praktisch, dass mir der Hausarzt (falls ich die benötige) die Medikamente zu mir nach Hause schickt bei Bedarf.. was eine Apotheke in der Regel nur sehr selten macht

Der Typ solllte den Hut nehmen
Ja genau!! die Leidtragenden ist wieder mal Otto Normalverbraucher..
und vorallem was für ein administrativer Aufwand, dann muss der Arzt zuerst ein Rezept schreiben und damit die Patienten zur Apotheke schicken.. den in den Drogerien bekommt man ja bekanntermassen das Zeugs nicht...
Ich z.B. finde es praktisch, dass mir der Hausarzt (falls ich die benötige) die Medikamente zu mir nach Hause schickt bei Bedarf.. was eine Apotheke in der Regel nur sehr selten macht

Lieber thomy
Und genau da hat uns die unselige Ablehnung des EWR-Vertrages hingebracht. Wir hätten alle Vorteile wie ein EU Mitglied und könnten weitgehend als freie Schweizer leben. Der Istzustand ist äusserst unbefriedigend, denn wir müssen immer hinterherhächeln und nachvollziehen, pardon, autonom nachvollziehen. Von Mitreden keine Spur!
Wir können auch unsere eigenen Wege gehen, aber das wird dann nicht ohne wirtschaftliche Einbussen zu machen sein.
Aber vielleicht war der Vollbeitritt die wahre Vision der Ablehnenden, denn in sicher weiser Voraussicht haben die gesehen, dass die Bilateralen sich irgend wann so ausweiten werden, dass der Vollbeitritt sich ganz von alleine ergibt, ohne dass wir es merken und darüber noch abzustimmen brauchen! Das tut dann nicht so weh und vor allem braucht sich niemand mehr am Für oder Wider aufzuregen.
Nicht alles so ganz ernst gemeint! Aber das haben Sie ja sicher selbst bemerkt.
Quellen
Wo beziehen Sie Ihre Informationen über die EU?
Und welche Motivation könnte Herrn Couchepin dazu veranlassen, die EU Interessen zu vertreten?
Danke für Ihre kurzen, neutralen, sachlichen und exakten Antworten
Kaufen, verkaufen
Die Sache ist ganz einfach : Vasella kauft via "Spenden an die Parteien" die Politiker damit diese die Schnauze halten, wenn er seine Produkte zu Fantasiepreisen verkauft. So nebenbei : Allein Novartis fährt einen GEWINN von 1 Mrd. SFr. pro MONAT ein.
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