Couchepin droht mit höheren Prämien
publiziert: Montag, 15. Jan 2007 / 16:38 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Jan 2007 / 16:54 Uhr

Bern - Zwei Monate vor der eidgenössischen Abstimmung über die Einheitskrankenkasse fährt Gesundheitsminister Pascal Couchepin neues Geschütz gegen die Initiative auf. Sagt das Volk Nein, verspricht er für 2008 und 2009 Prämienanstiege von je rund 2 Prozent.

Bundesrat Couchepin sieht die Gefahr, die Kosten einer Einheitskrankenkasse nicht mehr kontrollieren zu können.
Bundesrat Couchepin sieht die Gefahr, die Kosten einer Einheitskrankenkasse nicht mehr kontrollieren zu können.
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2007 stiegen die Prämien um durchschnittlich 2,2 Prozent. Er könne quasi garantieren, dass sich der Anstieg im nächsten und im übernächsten Jahr bei den meisten Kassen im gleichen Rahmen bewege, sagte Couchepin in einem Interview mit den Zeitungen «24 Heures» und «La Tribune de Genève».

Jetzt, da es gelungen sei, die jährlichen Prämienerhöhungen auf ein erträgliches Niveau zu bringen, sei nicht der Moment, um ein «Monster» zu schaffen, das dazu verleite, die Kosten nicht mehr zu kontrollieren, wandte sich Couchepin gegen die Einheitskrankenkasse.

«Neue Fakten»

Üblicherweise würden die Versicherer und die betroffenen Bundesämter keine Prognosen über die Prämienerhöhungen abgeben, sagte Couchepins Sprecher Jean-Marc Crevoisier auf Anfrage. Couchepin stütze sich bei seinen Aussagen jedoch auf «neue» Fakten.

Erstens habe das dreimonatliche Kostenmonitoring im Gesundheitswesen bereits seit einiger Zeit keine markante Erhöhung mehr registriert. Zweitens hätten die Vereinbarung mit der Pharmaindustrie über die Preissenkungen bei Medikamenten und der vermehrte Gebrauch von Generika weitaus mehr Einsparungen zur Folge gehabt als erwartet.

Ende nicht in Sicht

Schliesslich hätten auch die tieferen Zinssätze, die für die Reserven gezahlt werden mussten, und die guten Ergebnisse an der Börse zu einer Stabilisierung der Prämien beigetragen, sagte Crevoisier weiter.

Ein Ende des Prämienanstiegs ist laut Couchepin jedoch noch nicht in Sicht. Angesichts der Qualität des Schweizer Gesundheitssystems, der demographischen Entwicklung und den Verbesserungen in der Medizin könne es nur Anstiege geben.

(fest/sda)

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