Couchepin plädiert vor diplomatischem Corps gegen Irak-Krieg
publiziert: Montag, 13. Jan 2003 / 18:25 Uhr

Bern - Recht vor Macht: Dieses Prinzip sollte auch im Konflikt USA-Irak gelten, sagte Bundespräsident Pascal Couchepin am Neujahrsempfang für das diplomatische Corps. Als Neu-Mitglied sei die Schweiz für die strikte Anwendung der UNO-Charta.

Bundespräsident Pascal Couchepin will sich an die UNO halten.
Bundespräsident Pascal Couchepin will sich an die UNO halten.
Möge das neue Jahr der Welt Frieden, Glück und Wohlergehen bringen, sagte Couchepin in der Wandelhalle des Nationalrates zu den rund 150 Vertreterinnen und Vertretern der ausländischen Missionen in der Schweiz. Begleitet war er von der neuen Aussenministerin Micheline Calmy-Rey.

Nach dem Ende des von zwei Supermächten bestimmten kalten Krieges sollte das Völkerrecht dominieren, sagte Couchepin. Die Schweiz habe sich als Kleinstaat immer dafür eingesetzt, dass im internationalen Zusammenleben das Recht der Macht vorgehe.

In der Irak-Krise habe die Schweiz immer die Meinung vertreten, dass vor einem Gewalteinsatz alle von der UNO-Charta vorgesehenen friedlichen Mittel ausgeschöpft werden müssten.

2003 werde vielleicht das Jahr Europas, sagte Couchepin. Die EU werde bald 25 statt 15 Mitglieder zählen. Das sei eine kleine Revolution. Osteuropa werde in der westlichen Welt verankert. Das Schicksal der Schweiz sei mit dieser Entwicklung eng verbunden. Die Schweiz und die EU müssten sich aneinander weiter annähern.

Die Wünsche des diplomatischen Corps überbrachte der Apostolische Nuntius, Monsignore Pier Giacomo de Nicolò, der nach den Regeln des Wiener Kongresses von 1815 Doyen der Missionschefs ist. Nur wenige Zaungäste verfolgten bei klirrender Kälte die Anfahrt der schwarzen Limousinen der Missionschefs.

Vor dem Austausch der Neujahrswünsche empfing der Bundespräsident traditionsgemäss die Spitzen von Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern. Diese wurden wie immer in offenen Landauern vorgefahren.

(fest/sda)

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