Couchepin tritt ab: Das sagt die Presse
publiziert: Samstag, 13. Jun 2009 / 07:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Jun 2009 / 15:33 Uhr

Bern - Pascal Couchepin war ein grosser Staatsmann, hinterlässt aber als Departementsvorsteher etliche Baustellen - das ist der Tenor in der Schweizer Presse nach der Rücktrittsankündigung des Walliser Freisinnigen.

Pascal Couchepin dämpft den Applaus für seine Leistungen nach seiner gestrigen Rücktrittserklärung.
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«Auf ihn war Verlass, wenn es darum ging, die Institutionen zu verteidigen», schreibt die «Basler Zeitung». Trotzdem sei der Rücktritt überfällig, denn seine Bilanz als Departementsvorsteher sei schwach. Mit dem Anspruch, den ausufernden Sozialstaat in die Schranken zu weisen, sei er «kolossal gescheitert».

«Roi Pascal» habe mit einer «gewissen Sturheit» regiert, hält die «Südostschweiz» fest. Das sei ihm im Minenfeld Gesundheitspolitik nicht eben zum Vorteil gereicht. Die «Thurgauer Zeitung» ergänzt, für Kompromisse sei Couchepin «zu sehr von sich selbst eingenommen» gewesen. Um Details habe er sich oft foutiert, schreibt «La Liberté».

Unbequemer Denker

Dass Couchepin stets ein unbequemer Denker wider den Zeitgeist geblieben sei, rechnen ihm die Kommentaren trotzdem hoch an. «Er hat sich nie darum gedrückt, unangenehme Wahrheiten auszusprechen», stellt der Walliser «Nouvelliste» fest.

Mit dem Rücktritt mit 67 Jahren lasse Couchepin nochmals erkennen, welches Rentenalter er für angemessen halte, findet der «Quotidien Jurassien». Nach Ansicht des «Journal du Jura» hat Couchepin als «wahrer Staatsmann» aber auch erkannt, dass es nun Zeit sei für einen Chef-Wechsel. Dafür gebühre ihm Respekt.

Eigenständiges Denken gefragt

Couchepins Stärke - das eigenständige Denken - müsse auch der Nachfolger mitbringen, fordert die «Berner Zeitung». Im Bundesrat brauche es keine Windfahnen und Parteisoldaten. Auch der «Tages-Anzeiger» hofft, dass der Kampf um die Couchepin-Nachfolge «kein Wettbewerb der Parteien, sondern der Personen» werde.

Die Ausgangslage sei insofern günstig, als dass man diesmal keine Rücksicht auf Alter, Geschlecht oder Kantonszugehörigkeit nehmen müsse, schreibt «Le Temps». Das ermögliche eine recht breite Auswahl. Im Vordergrund stünden jedenfalls Romands aus den Reihen der FDP und CVP, finden die meisten Kommentatoren.

(tri/sda)

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Ja Querschleeger
14 Jahre Leuenberger und kein Ende. 1995 ! Ich war 30 als er gewählt wurde, jetzt bin ich 44.

Bitte zurück und obigen Absatz nochmals lesen.

Egal welche Partei man unterstützt, wer das normal findet den versteh ich nicht.

Solche "Macht" gib man im demokratischen Umland nicht für so lange an eine Person ab. Ausnahme war Kohl, (16 Jahre), aber da stand der Kanditat mit der Partei in einer Volkswahl. Moritz schlägt vielleicht noch dessen Rekord. Mit den Anderen, die aus wesentlich undemokratischeren Gründen so lange in einem hohen Amt waren, will ich jetzt keine Vergleiche zu einer Demokratie ziehen.

Die gleiche Aussage würde ich übrigens bei FDP, SVP oder CVP machen. Nur damit keiner sagt ich schiesse gegen die SP. Couchepin war auch längst überfällig.
abtreten !! Bundesräte--
ich unterschreibe diese Meinung ! max. 8.Jahre!!
erst, nachdem er
nochmals als Bundespräsident hofiert worden ist!
Bis dahin dürfen wir uns wohl noch an seinen Visionen erfreuen. Er hat ja deren noch sooo viele ...

p.s.: die Forderung nach max. 2x4 Jahren Amtszeit unterschreibe ich unbesehen!!!
Max 2x4 Jahre
Ich verlange dass jeder Bundesrat maximal zwei Amtsperioden von 4 Jahren absitzen darf.

Verhindert einschlafen der Schweizer Politik und Departemente.

Herr Leuenberger hält sich übrigens für den gleichen Sonnenkönig. Treten Sie endlich ab!
e n d l i c h : Couchepin a d e !!
danke für das Chaos das er uns hinterlässt; der Oldtimer!! sind sich diese alten Männer eigentlich bewusst, dass wir Bürger ihren Lohn bezahlen- den sie nie und keiner redlich verdienen! der danze Bundesrat muss ausgewechselt werden, - diese
Schmarotzer schaden unserer Wirtschaft und uns Steuerzahler.- -es modert ernorm
im Bundeshaus- ! sowas nennt man eine DEMOKRATIE ?? natürlich ein Fremdwort für die Greise in Bern.- ich verlange als Demokratin dass in Zukunft JEDER Bundesrat
!2! Landessprachen beherrscht; -bei Couchepin verstand man 99% nur Bahnhof.--
----ich habe fertig-----------
.
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