Museumsstatistik 2020
Covid-19 hatte 2020 grosse Auswirkungen auf die Schweizer Museen
publiziert: Dienstag, 9. Nov 2021 / 14:36 Uhr
2020 verbuchten die Schweizer Museen 43% weniger Eintritte als 2019. (Archiv)
2020 verbuchten die Schweizer Museen 43% weniger Eintritte als 2019. (Archiv)

Bern - Im Coronajahr 2020 waren gemessen am Vorjahr nahezu alle Indikatoren zur Tätigkeit der Museen in der Schweiz rückläufig. Dies traf insbesondere auf die Zahl der Veranstaltungen (-62%), der Führungen (-54%) und der Eintritte (-43%) zu.

Umgekehrt führte die Covid-19-Pandemie bei den Museen zu einem Anstieg des digitalen Angebots. 40% von ihnen investierten mehr Zeit für ihre Website und 36% für die sozialen Medien. Soweit einige neue Ergebnisse der Schweizerischen Museumsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

2020 zählte das BFS in der Schweiz 1053 Museen. Das sind 75 weniger als 2019. Grund für diesen Rückgang war die pandemiebedingt meist vorübergehende Schliessung der Museen. Die Zahl der Museen nahm im Vergleich zum Vorjahr in allen Sprachregionen ab, am stärksten in der italienischen Schweiz (-13%), gefolgt von der Deutschschweiz (-7%) und der französischen Schweiz (-2%).

Einbruch der Anzahl Eintritte

2020 verbuchten die Schweizer Museen insgesamt 8,1 Millionen Eintritte. Gegenüber 2019 (14,2 Millionen Eintritte) entspricht dies einem Rückgang von 43%. Die Anzahl Museen mit hoher Besucherzahl, d.h. mit mindestens 50 000 Eintritten, hat sich praktisch halbiert (2020: 32 Museen; 2019: 60). Die durchschnittliche Anzahl Eintritte pro Museum verringerte sich mit einem Minus von 48% in der französischen Schweiz am stärksten (Deutschschweiz: -35%). Diese Entwicklung spiegelt sich in der durchschnittlichen Anzahl Öffnungstage pro Museum wider, die in der französischen Schweiz (-32%) deutlich stärker zurückgegangen ist als in der Deutschschweiz (-21%).

Ausbau des digitalen Angebots

2020 wendeten die Museen mehr Zeit für die Pflege und die Weiterentwicklung ihres Internet-Auftritts auf. Bei 40% der Museen nahm der Arbeitsaufwand für die Website zwischen 2019 und 2020 zu. Über ein Drittel der Museen (36%) investierte in diesem Zeitraum auch mehr Zeit für die sozialen Medien.

Museen können auf verschiedene Arten im Internet präsent sein. Einige Formate werden von den Museen stärker genutzt als andere. Die vier häufigsten waren sowohl 2019 als auch 2020 der Versand von Newslettern (56% der Museen im Jahr 2020), die Online-Publikation von Werken in Form von Bildern oder Slideshows (43%), die Kommunikation über museumsinterne Tätigkeiten (41%) und die Bereitstellung von Videoinhalten (35%).

Ein Teil der Museen, die 2020 solche digitalen Angebote zur Verfügung stellten, hat das Angebot im Pandemiejahr verstärkt. Die grösste Zunahme ist bei den Videoinhalten zu beobachten. Rund ein Viertel der Museen (26%) baute ihr Angebot in diesem Bereich aus. 23% erhöhten die Zahl der im Internet veröffentlichten Werke, 22% schalteten zusätzliche Infos zu den Arbeiten hinter den Kulissen des Museums auf und 18% versendeten mehr Infomails als im Vorjahr.

Deutlicher Rückgang der Aktivitäten der Kulturvermittlung und der Wechselausstellungen

Im Vergleich zu den Vorjahren organisierten die Museen nur sehr wenige Veranstaltungen (Vernissagen, Aufführungen, Vorträge usw.). 2020 waren es insgesamt 14 000, gegenüber 37 000 im Jahr 2019. Zwei Drittel der Museen (67%) konnten im Jahr 2020 dennoch mindestens eine Veranstaltung durchführen (2019: 88%). Die Mehrheit der Museen (91%) bot zudem 2020 mindestens eine Führung an (2019: 97%). Dennoch verringerte sich die Zahl der Führungen pro Museum um über die Hälfte, von 95 im Jahr 2019 auf 46 im Jahr 2020. Schliesslich wurden in den Schweizer Museen im Jahr 2020 insgesamt 1125 Wechselausstellungen gezeigt. Das sind 31% weniger als 2019 mit 1636 Wechselausstellungen. Besonders ausgeprägt war dieser Rückgang in den regionalen und lokalen Museen (-39%).

(fest/pd)

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