Cristiano Ronaldo im Olympia-Fokus
publiziert: Montag, 26. Jul 2004 / 18:31 Uhr

Das Fussball-Turnier der Olympischen Spiele ist primär eine Bühne starker Nachwuchsspieler. Nur drei Profis der U23-Auswahlen dürfen die Alterslimite überschreiten. Italien, Portugal und Argentinien ist dank dem Input von Top-Stars die Nachfolge des nicht qualifizierten Titelträgers zuzutrauen.

Ferguson nervt sich über die Terminkollision mit der Champions-League-Quali.
Ferguson nervt sich über die Terminkollision mit der Champions-League-Quali.
Schon vor dem ersten Ballwechsel lösten die olympischen Wettkämpfe ausserhalb Griechenlands einige Diskussionen aus. Prominente Trainer aus diversen europäischen Top-Ligen warfen ein, dass die Delegation hochbezahlter Angestellter nicht in ihrem Sinne sei. Alex Ferguson drohte gar, den argentinischen Olympia-Teilnehmer Gabriel Heinze aus dem Kader zu werfen. Nicht nur dem Coach von Manchester United passt die Termin-Kollision der Spiele mit der Qualifikation zur Champions League überhaupt nicht.

Ähnliche Debatten wie in England wurden auch in Italien geführt. Kein Klub der Serie A bekundete ein sonderlich grosses Interesse daran, im wichtigsten Teil der Saisonvorbereitung wochenlang auf Spieler zu verzichten. Gianluigi Buffon beispielsweise, der Keeper der Azzurri, wünschte sich öffentlich, einmal die spezielle Ambiance der Sommerspiele erleben zu können. Für Juve hingegen war eine Freigabe nicht einmal im Ansatz ein Thema.

Champions unter sich

Dem italienischen Trainer Claudio Gentile steht trotzdem eine erstklassige Auswahl zur Verfügung. Romas Goalie Ivan Pelizzoli, Parma-Verteidiger Matteo Ferrari und in erster Linie Andrea Pirlo, der Spielmacher der AC Milan, versprechen einiges. Im Sturm kann Gentile mit Alberto Gilardino auf einen Mann setzen, der in der vergangenen Saison 23 Treffer markiert hat. Den Stamm bildet jene U21-Mannschaft, mit der Italien Anfang Juni in Deutschland den EM-Titel gewann.

Eine Schlüsselrolle dürfte Portugal spielen. José Romão hat Cristiano Ronaldo zur aktiven Verarbeitung der "EM-Depression" aufgeboten und damit die Qualität des Turniers beträchtlich aufgewertet. Der 19-jährige Ausnahmestürmer aus Manchester gehörte an der EM in Portugal zu den herausragenden Figuren. Zusammen mit Helder Postiga, dem an der Euro im epischen Viertelfinal gegen England kurz vor Schluss der regulären Spielzeit das 1:1 gelang, wird der phänomenale Dribbelkünstler manch einen Kontrahenten (aus der Gruppe mit Irak, Costa Rica und Marokko) vor unlösbare Probleme stellen.

Ende der afrikanischen Serie?

Die Anzeichen haben sich verdichtet, wonach die Dominanz der afrikanischen Teams auf olympischer Ebene erstmals seit dem Triumph Spaniens vor bald zwölf Jahren spätestens am 28. August enden könnte. Sowohl Nigeria als auch Kamerun, die beiden letzten Champions, haben die Qualifikation nicht überstanden. Ob Marokko und Ghana der Hauptkonkurrenz aus Italien, Copa-America-Finalist Argentinien, Serbien-Montenegro und Griechenland gewachsen ist, bleibt abzuwarten. Eine Notiz am Rande: Frankreich, Deutschland und Brasilien, die Weltmeister der letzten 14 Jahre sind in Athen nicht vertreten.

(rr/Si)

 
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