Cuche fehlt ein Hundertstel zum Sieg
publiziert: Donnerstag, 28. Dez 2006 / 13:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Dez 2006 / 14:52 Uhr

Das Glück mit den Hundertsteln meint es im Moment nicht gut mit Didier Cuche: In der Abfahrt von Bormio wurde der Neuenburger um einen Hundertstel von Michael Walchhofer abgefangen, nachdem ihm zuletzt in Val Gardena zwei Hundertstel zum Sieg gefehlt hatten.

«Jetzt werde ich langsam zum Poulidor des Skisports», haderte Didier Cuche nach seinem dritten 2. Abfahrts-Rang in Serie. Denn schon Anfang Dezember in Beaver Creek hatte es Cuche ´nur´ zu Platz 2 gereicht.

Dort war der 32-Jährige um 15 Hundertstel von Bode Miller geschlagen worden. In Val Gardena setzte sich Steven Nyman um zwei Hundertstel vor den Schweizer, und nun in Bormio war es ausgerechnet Michael Walchhofer, der mit Nummer 30 Cuche übertrumpfte.

Im bisherigen Winter war der Österreicher weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben war. Die Ränge 10, 5 und 16 hatten für den Salzburger resultiert.

Warten auf den ersten Sieg

Didier Cuche sorgte für den insgesamt sechsten Schweizer Podestplatz in dieser Saison, in der aber weiterhin der erste Sieg noch aussteht. Die Männer warten nun schon seit 101 Rennen auf den nächsten Erfolg.

Cuche hatte am 30. Januar 2004 in Garmisch den bisher letzten Sieg herausgefahren. Neben Cuche schaffte es in Bormio von den Schweizern nurmehr Bruno Kernen in die Top 10. Als Achter realisierte der Berner seine bisher beste Saison-Klassierung in der Abfahrt. Ambrosi Hoffmann belegte Platz 12.

Ganz erfreulich hielten sich zwei mit hohen Nummern gestartete Schweizer. Silvan Zurbriggen, der zuletzt in Hinterstoder im Super-G als Vierter überrascht hatte, kämpfte sich mit Nummer 49 auf Platz 17, nachdem kurz vor ihm der 24-jährige Andermatter Michael Bonetti mit der Nummer 46 den 20. Schlussrang herausgefahren hatte. Bonetti holte sich erstmals in seiner Karriere Weltcuppunkte.

Befreiungsschlag aus dem Leistungstief

Die negative Serie des österreichischen Männer-Teams, das in den letzten 13 Rennen nicht mehr gewonnen hatten, fand dank Michael Walchhofer ihr Ende.

Der Salzburger Olympia-Zweite kämpfte sich mit einem Schlag aus seinem Leistungstief und bezeichnete dementsprechend seinen 10. Weltcupsieg als den vielleicht schönsten seiner Karriere. Neben Walchhofer und Cuche schaffte es mit Mario Scheiber als Dritter ein weiterer Österreicher aufs Podest.

Scheiber hat sich zu Beginn des letzten Winters das Kreuzband im rechten Knie gerissen und feierte ein beeindruckendes Comeback. Immer stärker fährt zudem der Slowene Andrej Jerman. Der Stöckli-Pilot wurde überraschender Vierter.

Resultate:
Weltcup-Abfahrt der Männer in Bormio. Schlussklassement: 1. Michael Walchhofer (Ö) 1:51,90. 2. Didier Cuche (Sz) 0,01 zurück. 3. Mario Scheiber (Ö) 0,14. 4. Andrej Jerman (Sln) 0,43. 5. Patrick Staudacher (It) 0,49. 6. Marco Büchel (Lie) 0,66. 7. Andreas Buder (Ö) 0,85. 8. Bruno Kernen (Sz) 0,91. 9. Fritz Strobl (Ö) 1,01. 10. Erik Guay (Ka) 1,10. 11. Marc Bottollier (Fr) 1,17. 12. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,19. 13. Marco Sullivan (USA) 1,21. 14. Aksel Lund Svindal (No) 1,22. 15. Peter Fill (It) 1,33.

16. Pierre-Emmanuel Dalcin (Fr) 1,39. 17. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,41. 18. Klaus Kröll (Ö) 1,46. 19. Roland Fischnaller (It) 1,56. 20. Michael Bonetti (Sz) und Christoph Gruber (Ö) 1,58. 22. Tobias Grünenfelder (Sz) 1,63. 23. Hermann Maier (Ö) 1,65. 24. Stephan Keppler (De) 1,72. 25. Christof Innerhofer (It) und Georg Streitberger (Ö) 1,89. 27. Johannes Stehle (De) 2,00. 28. Yannick Bertrand (Fr) 2,04. 29. Benjamin Raich (Ö) 2,15. 30. Didier Défago (Sz) 2,23.

Ferner: 35. Cornel Züger (Sz) 2,66. 37. Steven Nyman (USA) 2,73. 49. Olivier Brand (Sz) 4,01. -- Ausgeschieden: Hans Grugger (Ö), Manuel Osborne (Ka) und Bode Miller (USA).

(rr/Si)

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