Cuche holt die kleine Kugel
publiziert: Freitag, 13. Mrz 2009 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Mrz 2009 / 14:41 Uhr

Die grosse Kristallkugel hat Didier Cuche verpasst, doch im Riesenslalom klappte es doch noch.

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Im Schneegestöber von Are, wo bei ganz schwierigen Bedingungen der letzte Weltcup-Riesenslalom der Saison in Szene ging, erreichte Didier Cuche hinter dem Österreicher Benjamin Raich und dem Amerikaner Ted Ligety den 3. Platz, der ihm doch noch zu einem grossen Triumph verhalf.

Cuche holte sich den Gesamtsieg im Riesenslalom-Weltcup, als erster Schweizer seit Michael von Grünigen. Der Berner Oberländer hatte diese Trophäe letztmals vor sechs Jahren errungen. Cuche sicherte sich seine bereits dritte Kristallkugel. 2007 und 2008 hatte er die Abfahrts-Wertung für sich entschieden.

Cuches erster Zitterlauf

Nach den Enttäuschungen der letzten Tage, in denen er im Kampf um den Gesamt-Weltcup eine Niederlage nach der anderen hatte einstecken müssen, wurde der 34-jährige Neuenburger doch noch belohnt. Speziell im ersten Lauf hatte man aber um Cuche zittern müssen. Am Start verlor er seinen rechten Stock.

Dennoch kämpfte er sich auf den dritten Zwischenrang, den er schliesslich erfolgreich verteidigte. Im Gegensatz zu Raich, der es auf drei Riesenslalom-Siege brachte, reüssierte Cuche in den einzelnen Rennen nur bei seinem Triumph in Sestriere, doch der Romand verdiente sich seinen Erfolg dank seiner Konstanz. Um 12 Punkte liess er Raich letztlich hinter sich.

Spannender Kampf um Gesamtwertung

Unglaublich spannend wird aber auch der Kampf um die Weltcup-Gesamtwertung. Benjamin Raich rückte dank seinem Sieg dem Norweger Aksel Lund Svindal bis auf 2 Punkte nahe. Der 31-jährige Tiroler, der schon nach dem ersten Lauf geführt hatte, behauptete sich um 13 Hundertstel vor Ligety und feierte seinen vierten Saisonsieg, den 34. insgesamt und den 14. im Riesenslalom.

Der mit Fieber angetretene Svindal dagegen erhielt als 19. keine Weltcuppunkte. Die Favoritenrolle wechselte damit vor dem abschliessenden Slalom wieder auf die Schultern von Raich, der im Slalom deutlich stärker ist als Svindal.

Starker Défago

Cuche überstrahlte alle im Schweizer Team. Neben ihm sicherten sich nurmehr Weltmeister Carlo Janka und Didier Défago Weltcuppunkte. Janka fiel im zweiten Lauf vom 5. auf den 9. Schlussrang zurück, derweil Défago den umgekehrten Weg ging.

Dank der zweitbesten Laufzeit verbesserte sich der Walliser vom 23. auf den 12. Platz. Besser war Défago in den Riesenslaloms dieses Winters nur bei seinem 7. Platz in Beaver Creek gewesen.

Schlussklassement:
1. Benjamin Raich (Ö) 2:18,95. 2. Ted Ligety (USA) 0,13 zurück. 3. Didier Cuche (Sz) 0,71. 4. Jean-Baptiste Grange (Fr) 0,73. 5. Philipp Schörghofer (Ö) 1,14. 6. Thomas Fanara (Fr) 1,16. 7. Marcel Hirscher (Ö) 1,26. 8. Ivica Kostelic (Kro) 1,40. 9. Carlo Janka (Sz) 1,41. 10. Massimiliano Blardone (It) 1,45. 11. Romed Baumann (Ö) 1,49. 12. Didier Défago (Sz) 1,64. 13. Steve Missillier (Fr) 1,69. 14. Hannes Reichelt (Ö) 1,76. 15. Kjetil Jansrud (No) 1,85.

Ohne Weltcuppunkte: 16. Gauthier de Tessières (Fr) 1,88. 17. Davide Simoncelli (It) 1,95. 18. Marcus Sandell (Fi) 1,96. 19. Aksel Lund Svindal (No) 2,01. 20. Manfred Mölgg (It) 2,30. 21. Peter Fill (It) 2,32. 22. Julien Lizeroux (Fr) 3,36. 23. Stephan Görgl (Ö) 3,59. 24. Marc Berthod (Sz) 17,79.

(tri/Si)

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