Menschliche Nähe binnen 15 Minuten ohne jede Verpflichtung möglich
«Cuddlr»: App findet Kuschelkontakte in Reichweite
publiziert: Montag, 22. Sep 2014 / 21:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Sep 2014 / 22:41 Uhr
Durch Berührungen wird der Ausstoss des 'Kuschelhormons' Oxytocin gefördert.
Durch Berührungen wird der Ausstoss des 'Kuschelhormons' Oxytocin gefördert.

England/Berlin - Die neue Social-Meeting-App «Cuddlr» ermöglicht spontanes Kuscheln und harmlosen Körperkontakt.

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Cuddlr
Suche Menschen in deiner Nähe zum Kuscheln.
cuddlrapp.com

Basierend auf ähnlichen Applikationen, wie etwa Tinder, ist die Software eine sexfreie Alternative für alle, die nach simplem, menschlichem Kontakt suchen. Nach einer Suchanfrage werden alle kuschelwilligen User im zu Fuss zu erreichenden Umkreis angezeigt.

«Durch Berührungen wird der Ausstoss des 'Kuschelhormons' Oxytocin gefördert. Deshalb kann auch unverpflichtendes Kuscheln das Wohlbefinden steigern. Denn Berührung wirkt über Oxytocin zum Beispiel beruhigend auf die Amygdala - das ist das zentrale Alarmsystem im Gehirn», so Dirk Eilert, Leiter der Eilert-Akademie für emotionale Intelligenz. «Ist die Amygdala überaktiv, fühlen wir uns unsicher und gestresst. Wird sie beruhigt, hat das einen spürbaren Antistress-Effekt.»

Ziele per Fuss erreichbar

Jeder Nutzer kann in seinem öffentlichen Profil zunächst angeben, welche Kuschelart er bevorzugt. So soll bereits von Anfang an die richtige Wahl erleichtert werden. Nach einer abgeschickten Anfrage hat der Befragte kurze 15 Minuten Zeit, das Angebot anzunehmen. Bleibt das Ansuchen unbeantwortet, verfällt es wieder. Cuddlr zeigt primär nur Profile in der eigene Reichweite an. Die Ziele können dann meistens sogar per Fussweg erreicht werden.

Die App ist auch auf Sicherheit bedacht. So werden im Profil Bewertungen, die von vorangegangenen Kuschelpartnern erstellt wurden, angezeigt. Kategorien wie «awesome», «good», «ok» oder «inappropriate» geben Aufschluss über die Qualität des möglichen Kontaktes. Dennoch geben die auf Sicherheit bedachten Entwickler den Tipp, das erste Treffen möglichst an einen öffentlichen Ort zu legen.

Unkompliziertes Verfahren

Cuddlr unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichen Dating-Apps, indem es nicht auf langwierige Kommunikation abzielt. Mit der Einschränkung auf eine Antwortmöglichkeit in 15 Minuten kann im Vorhinein zwischen den Suchenden nicht viel recherchiert werden. Hunderte Bilder in Online-Fotoalben, wie man sie von vielen Flirt-Seiten kennt, fallen weg - so auch ein erstes - oft nicht zutreffendes - Vorurteil.

Sollte bei einem Treffen mit einem anderen Kontaktsuchenden mehr als nur Sympathie entstehen, ist ein In-Kontakt-Bleiben erwünscht. Die Entwickler betonen jedoch, dass es ihnen mit Cuddlr hauptsächlich um die Motivation ging, unkomplizierte menschliche Nähe zu ermöglichen, ohne eine Beziehung oder Verpflichtung einzugehen. Die App gibt es zunächst nur im Apple-Store. Android-User sollen in Zukunft aber auch bedient werden.

 

 

(fest/pte)

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