Cunego befürchtet Rückstand von vier Minuten
publiziert: Mittwoch, 17. Mai 2006 / 12:19 Uhr

Mit dem Beginn der zweiten Giro-Hälfte rückt auch die Entscheidung in der Rundfahrt näher.

Damiano Cunego sieht sich auf den flachen Teilstücken im Nachteil.
Damiano Cunego sieht sich auf den flachen Teilstücken im Nachteil.
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Nach dem Ruhetag steht am Donnerstag das Einzelzeitfahren über 50 km in Pontedera im Programm. Die «Bergflöhe» befürchten erhebliche Rückstände auf Leader Ivan Basso (It).

«Ich verstehe nicht, wie man eine solche Strecke wählen konnte. Da könnte man Roboter fahren lassen. Auf diesem völlig flachen Parcours sind wir Leichtgewichte im Nachteil. Und der Windeinfluss kann uns noch mehr Zeit kosten.» Damiano Cunego hatte schon im Vorfeld der Rundfahrt aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Er sei froh, wenn er seinen Zeitverlust auf vier Minuten beschränken könne, hatte der Giro-Sieger 2004 noch beigefügt.

In der Tat weist die Strecke von Pontedera nach Pisa und zurück nicht den Hauch einer Steigung auf. Nirgends liesse sich ein noch flacherer Parcours finden. Neben Cunego wird sich auch Gilberto Simoni nach dieser Prüfung schwer tun, noch vom Gesamtsieg zu reden.

Es ist damit zu rechnen, dass der Gesamterste Basso dieses Zeitfahren gewinnen und seinen Vorsprung im Gesamtklassement weiter ausbauen wird. Wird zu einer Hochrechnung die letztjährige Prüfung von Chieri nach Turin herangezogen, würde Paolo Savoldelli 40 Sekunden einbüssen und würde Simoni 2:15 Minuten mehr benötigen. Danilo Di Luca läge knapp drei Minuten zurück, und für Cunego würde sich das Defizit auf sechs Minuten belaufen. Bei ihm hinkt indessen der Vergleich, weil er vor Jahresfrist nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Neben Basso gibt es weitere Anwärter auf den Tagessieg. Sie tragen allesamt magenta-farbene Trikots. Sergej Gontschar war im Giro vor zwei Jahren in Triest über 52 km nicht zu schlagen. Zu nennen wäre auch der dreifache Zeitfahren-Weltmeister Micheal Rogers (Au). Nicht wenige Beobachter tippen auf den Sieg von Jan Ullrich.

Der Wahl-Schweizer hat mit Blick auf seinen Trainingsplan im Giro bisher noch keine grossen Stricke zerrissen. Diese Prüfung gegen die Uhr könnte für Ullrich aber einen Formtest darstellen. Viele Fahrer, unter ihnen Basso, haben sich respektvoll über den Deutschen geäussert: «Ullrich bringt schon viel Druck auf die Pedalen. Er fährt jedenfalls nicht so schwach, wie es immer dargestellt wird. Er wird rechtzeitig für die Tour de France in Form kommen.» In den Steigungen habe er noch ein Stück Arbeit vor sich, um sich zu verbessern, sagte Ullrich vor wenigen Tagen. Im Mannschaftszeitfahren von Cremona habe er aber gezeigt, dass er bei seinen Vorbereitungen schon eine gute Basis gelegt habe.

(fest/Si)

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