Sorge um Keime auf dem Mars durch Curiosity
«Curiosity» könnte laut Bericht Wasser auf dem Mars verunreinigen
publiziert: Dienstag, 11. Sep 2012 / 15:41 Uhr
Es wird befürchtet, dass die einst sterile Bohrerspitze Keimen ausgesetzt gewesen ist und damit kontaminiert sein könnte. (Archivbild)
Es wird befürchtet, dass die einst sterile Bohrerspitze Keimen ausgesetzt gewesen ist und damit kontaminiert sein könnte. (Archivbild)

Los Angeles - Der Marsroboter «Curiosity» könnte einem Medienbericht zufolge Wasser auf dem Roten Planeten verunreinigen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa habe vor dem Start des Forschungsroboters nicht alle Geräte sterilisiert, wie die Zeitung «Los Angeles Times» am Montag (Ortszeit) berichtete.

9 Meldungen im Zusammenhang
Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory nahe Los Angeles hatten eine Bohrerspitze am Arm der «Curiosity» befestigt, für den Fall, dass der Roboter diese nach der Landung nicht automatisch einsetzen könne. Nun wird befürchtet, dass die einst sterile Bohrerspitze Keimen ausgesetzt gewesen und damit kontaminiert sein könnte.

Zwar sei es sehr unwahrscheinlich, dass Keime die Reise zum Mars und die Landung dort überleben könnten, hiess es. Eine Verunreinigung sei dennoch möglich, falls der Forschungsroboter Wasser auf dem Planeten entdecke. In feuchten Umgebungen haben Keime gute Überlebenschancen. «Curiosity» könne aber auch mit Hilfe eines Lasers oder eines Spektrometers Wasser aus der Ferne analysieren.

Wasservorkommen gemäss Nasa «unwahrscheinlich»

Ein Nasa-Mitarbeiter verteidigte das Vorgehen. Es sei eher unwahrscheinlich, Wasser oder Eis nahe der Oberfläche im Gale-Krater, in dem «Curiosity» gelandet war, zu finden, sagte David Lavery vom Nasa-Hauptquartier dem Blatt. «Wir haben das gegen das Risiko abgewägt, vor dem Start keine Bohrerspitze einzusetzen und damit überhaupt keine Löcher auf dem Mars bohren zu können.»

Andere Nasa-Mitarbeiter sprachen dem Bericht zufolge ebenfalls von einem kalkulierten Risiko. Eine Expertin der Weltraumbehörde kritisierte aber, dass sie nicht rechtzeitig davon erfahren habe. «Sie hätten das nicht tun sollen, ohne mich zu informieren», so Catharine Conley, die für den Schutz von Planeten zuständig ist.

Die Regeln der Nasa schreiben vor, dass alle Instrumente, die mit der Oberfläche des Mars in Berührung kommen, vorher sterilisiert werden müssen. Damit soll eine Verunreinigung des Planeten mit Mikroben vermieden werden.

«Curiosity» war am 6. August gelandet. Der Roboter soll über einen Zeitraum von zwei Jahren den Roten Planeten untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, ob Voraussetzungen für Leben auf dem Mars gegeben sind.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kopenhagen/London - Auf dem Mars gibt es möglicherweise auch heute noch flüssiges Wasser. Darauf deuten Messungen ... mehr lesen
Auch «Curiosity» hatte Sedimentablagerungen aufgespürt.
In Kanada ist man auf über 1,5 Milliarden Jahre altes Wasser gestossen. (Symbolbild)
Paris - Forscher haben in einer Mine in Kanada Wasserreservoirs aus der Erdfrühzeit entdeckt, die über 1,5 Milliarden Jahre alt ... mehr lesen
Washington - Der Mars-Roboter «Curiosity» hat auf dem Roten Planeten eine bislang unbekannte ... mehr lesen
Dieses Gestein nannten die Wissenschaftler «Jake Matijevic» (matt-EE-oh-vick).
Washington - Keine acht Wochen nach seiner Landung hat der Marsroboter ... mehr lesen
Ablagerungen durch das Wasser sind erkennbar.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - Marsroboter «Curiosity» soll nächste Woche mit ersten Untersuchungen von Gesteinsproben auf dem roten ... mehr lesen
Der Roboter hat bereits 109 Meter auf dem Mars zurückgelegt. (Archivbild)
Washington - Der Marsrover «Curiosity» hat erstmals seinen mehr als zwei Meter langen Roboterarm ausgestreckt. «Alles lief ... mehr lesen
Nun können die Einsätze auf dem Mars beginnen.
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in kleinen Schüben auf, bis es am Samstag um 16.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ) ganz entfaltet war.
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in ...
Raumfahrt-Experiment zu guter Letzt erfolgreich  Washington - Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der US-Weltraumbehörde NASA das Experiment doch noch gelungen. 
Test von aufblasbarem Wohnmodul an ISS fehlgeschlagen Miami - Ein Experiment mit einem aufblasbaren Wohnraum-Modul an der ...
Der Sonnenfleck entspricht einem Durchmesser der doppelt so gross ist wie die Erde.
Ungewöhnlicher Vorgang  Winterthur ZH - Im südwestlichen Quadranten der Sonne zeigt sich derzeit ein ungewöhnlich grosser ...  
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 13°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 14°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 12°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 12°C 18°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 13°C 20°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 12°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen wechselnd bewölkt
Lugano 14°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Gewitter möglich Gewitter möglich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten