Olympia: Curling
Curlerinnen verpassten Gold nur knapp
publiziert: Freitag, 22. Feb 2002 / 00:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 22. Feb 2002 / 10:15 Uhr

Salt Lake City - Gold lag in Reichweite, aber die Schweizer Curlerinnen um Skip Luzia Ebnöther mussten sich am Olympia-Turnier mit Silber zufrieden geben. Das für Grossbritannien spielende schottische Team von Rhona Martin gewann den packenden und bis zum letzten Stein offenen Final 4:3. Vier Jahre nach dem Olympiasieg von Patrick Hürlimann ist aber auch der 2. Platz ein toller Erfolg.

1 Meldung im Zusammenhang
Die vor allem gegen den Schluss grossartig aufspielenden Bernerinnen mussten fast während des ganzen Spiels einem Rückstand hinterherlaufen, schafften aber nach einem 1:3-Rückstand nach 8 Ends beinahe noch die Wende. Im 10. End beim Stand von 3:3 stellte Luzia Ebnöther ihre Widersacherin Martin mit dem letzten Stein vor eine äusserst schwierige Aufgabe. Die Schottin behielt aber die Nerven und brachte einen grandiosen Siegesstein ins Zentrum.

Trotz der Finalniederlage darf das Schweizer Team mit Nadia Röthlisberger, Laurence Bidaud, Tanya Frei, Mirjam Ott und Luzia Ebnöther auf sein Abschneiden sehr stolz sein. Noch vor wenigen Jahren war ein solcher Erfolg für das Schweizer Frauencurling nicht vorauszusehen. Mitte der Neunzigerjahre kamen die Schweizer Frauenteams an Weltmeisterschaften nie in die Halbfinals, sodass sie dann auch nicht an der Olympia-Premiere in Nagano teilnehmen konnten. Der einzige Erfolg in jener Zeit war der EM-Titel 1996, errungen von Mirjam Ott, die heute als Nummer 3 bei Luzia Ebnöther mitspielt.

Die Erfolgsgeschichte von Bern AAM begann 1999 mit dem Titel an den Schweizer Meisterschaften. Nach einem 5. Platz an den Weltmeisterschaften im selben Jahr ging es mit den Bernerinnen fast nur noch bergauf. Fortan standen sie an allen grossen Meisterschaften auf dem Podest; zweimal gewannen sie Bronze an Europameisterschaften und einmal -- im Jahr 2000 in Glasgow -- Silber an Weltmeisterschaften.

Die Britinnen hatten den Halbfinal nur dank Tie-break-Siegen über Deutschland und Rekordweltmeister Schweden erreicht und steigerten sich im Halbfinal gegen Kanada und im Final zu Topleistungen. Seit ihrem zweiten EM-Platz von 1998 holten die Schottinnen an Welt- und Europameisterschaften nie mehr eine Medaille.

The Ice Sheet, Ogden. Frauen. Final: Grossbritannien (Janice Rankin, Fiona MacDonald, Debbie Knox, Skip Rhona Martin) - Schweiz (Bern AAM/Laurence Bidaud, Tanya Frei, Mirjam Ott, Skip Luzia Ebnöther) 4:3.

(kil/news.ch)

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