Curling: EM-Halbfinals vor Augen: Schweizer Teams müssen sich gedulden
publiziert: Mittwoch, 10. Dez 2003 / 23:12 Uhr

Die Schweizer Curling-Teams müssen sich mit der Halbfinal-Qualifikation an der EM in Courmayeur bis zum letzten Round-Robin-Umgang gedulden.

Noch steht nicht fest, ob sich die Schweizer Teams für Halbfinale qualifziert haben.
Noch steht nicht fest, ob sich die Schweizer Teams für Halbfinale qualifziert haben.
Den Frauen von Skip Luzia Ebnöther reichte es trotz zwei weiteren Siegen gegen Tschechien (10:4) und England (11:5) noch nicht ganz; die Männer um Bernhard Werthemann verloren überraschend gegen Frankreich 1:9.

Das Männerteam von Basel Ysfäger Clariden zog nach zahlreichen überzeugenden Leistungen und zuletzt vier Siegen in Serie für einmal einen schwachen Tag ein. "Es passte einfach nichts zusammen", so Bernhard Werthemann.

So liessen sich die Schweizer nicht weniger als zwei Dreierhäuser und insgesamt acht Steine "stehlen". Schon nach dem 6. End gaben sie in aussichtsloser Situation auf.

Die Basler haben jedoch weiterhin alle Trümpfe in der Hand. Die Halbfinal-Teilnahme können sie am Donnerstag im letzten Vorrundenspiel gegen den bereits qualifizierten Leader Dänemark sicherstellen. Im schlechtesten Fall kämen sie in eine Tie-break-Partie.

Die Olympia-Finalistinnen von Bern AAM errangen gegen die beiden letztplatzierten Teams aus Tschechien und England die erwarteten Erfolge. Trotz der überzeugenden Zwischenbilanz von 6:2 Siegen konnten sie ihrer vierte Halbfinal-Teilnahme in Serie an einer grossen Meisterschaft (EM, WM, Olympische Spiele) gestern noch nicht sicher sein.

Dies, weil unerwarteterweise sowohl die Italienerinnen (gegen Norwegen und Deutschland!) als auch die Schottinnen ihre beiden Partien gewannen und den geringen Rückstand auf die Schweizerinnen beibehalten konnten.

Die Chancen der Bernerinnen sind aber nach wie vor sehr gut: Sie können noch gegen die bislang stark enttäuschenden Deutschen mit der sechsfachen Europameisterin Andrea Schöpp antreten, während es Italien mit dem unbesiegten Titelverteidiger Schweden zu tun bekommt.

Männer. 8. Runde:

Frankreich (Julien Charlet, Tony Angiboust, Philipp Caux, Skip Thomas Dufour) - Schweiz (Basel Ysfäger Clariden/Daniel Widmer, Thomas Hoch, Thomas Lips, Skip Bernhard Werthemann) 9:1.

Schottland (David Murdoch) - England (James Dixon) 9:3.

Dänemark (Ulrik Schmidt) - Italien (Stefano Ferronato) 7:6.

Schweden (Peter Lindholm) - Norwegen (Thomas Ulsrud) 7:3.

Deutschland (Sebastian Stock/TV) - Finnland (Wille Mäkelä) 6:4 nach Zusatzend.

Rangliste (je 8 Spiele): 1. Dänemark 14. 2. Schweiz, Schottland und Schweden je 12. 5. Deutschland 10. 6. Norwegen 8. 7. Frankreich 6. 8. Italien 4. 9. Finnland 2. 10. England 0. -- Dänemark für die Halbfinals qualifiziert. -- 9. und letzte Runde (Donnerstag, 16 Uhr): Schweiz - Dänemark, Frankerich - Deutschland, Schottland - Schweden, Italien - Finnland, England - Norwegen.

Frauen. 7. Runde: Schweiz (Bern AAM/Nadia Röthlisberger, Tanya Frei, Carmen Küng, Skip Luzia Ebnöther) - Tschechien (Vera Netusilova, Lenka Safrankova, Lenka Danielisova, Skip Hana Synackova) 10:4.

Schweden (Anette Norberg/TV) - Schottland (Jackie Lockhart) 8:1.

Dänemark (Dorthe Holm) - England (Lorna Rettig) 10:5. Deutschland (Andrea Schöpp) - Russland (Olga Jarkowa) 5:4 nach Zusatzend.

Italien (Diana Gaspari) - Norwegen (Dordi Nordby) 10:9.

8. Runde: Schweiz - England (Nicola Woodward, Kirsty Balfour, Fiona Hawker, Skip Lorna Rettig) 11:5.

Italien - Deutschland 10:4. Norwegen - Tschechien 7:6.

Schweden - Russland 10:7.

Schottland - Dänemark 7:6.

Rangliste (je 8 Spiele): 1. Schweden 16. 2. Schweiz und Dänemark je 12. 4. Italien und Schottland je 10. 6. Norwegen 8. 7. Deutschland 6. 8. Russland 4. 9. Tschechien 2. 10. England 0. -- Schweden für die Halbfinals qualifiziert. -- 9. und letzte Runde (Donnerstag, 12 Uhr): Schweiz - Deutschland. Norwegen - Dänemark. Russland - England. Schweden - Italien. Schottland - Tschechien.

(tr/Si)

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