Curling: SM-Finalrunde in Arlesheim
publiziert: Samstag, 8. Mrz 2003 / 22:09 Uhr

(Si) In überaus spannenden Finals sicherten sich die Curler von Basel Ysfäger Clariden (Bernhard Werthemann) und die Curlerinnen von Bern AAM (Luzia Ebnöther) in Arlesheim die Schweizer Meistertitel.

Basler Skipper Bernhard Werthemann.
Basler Skipper Bernhard Werthemann.
Die Basler bezwangen Genf 6:5 nach Zusatzend, die Bernerinnen gewannen den clubinternen Final gegen die Titelverteidigerinnen um Skip Nicole Strausak 7:6.

Der Männerfinal endete mit der knappstmöglichen Entscheidung. Die letzten beiden Steine der Skips Bernhard Werthemann und Yannick Renggli im Zusatzend lagen dicht am Zentrum des Hauses, und von blossem Auge war der Sieger nicht auszumachen. Erst das Nachmessen ergab, dass der Basler Stein von Bernhard Werthemann um wenige Millimeter besser war.

Damit hat jenes Team gewonnen, das bereits in der Qualifikation, in der Swiss League, dominiert hatte. Der routinierte Bernhard Werthemann hatte bereits 1993 und 1999 im SM-Final gestanden, aber beide Male verloren. Jetzt eröffnen sich dem Basler Team, das die Saison mit sehr wenig Aufwand vorbereitet hatte, internationale Perspektiven. Als Schweizer Meister sind sie sowohl für die Europameisterschaften als auch für die Weltmeisterschaften der kommenden Saison vorgesehen.

Titelverteidiger St. Galler Bär (Ralph Stöckli) gewann unter dem Coaching von Olympiasieger Patrick Hürlimann in der Finalrunde sechs Spiele in Serie, wurde aber im Halbfinal von Genf deutlich (8:2) gestoppt.

Bei den Frauen setzte sich das Team von Bern AAM verdientermassen durch. Die Olympia-Silbermedaillengewinnerinnen gewannen sämtliche neun Partien der Finalrunde. Dennoch stand Final auf des Messers Schneide. Die Crew von Skip Nicole Strausak führte nach dem 6. End mit 5:3. Erst ein gestohlenes Zweierhaus im 8. End brachte die Wende: Ebnöthers Team ging 6:5 in Führung und brachte den Vorteil souverän durch.

Für Luzia Ebnöther und ihre Teamgefährtinnen bedeutet der Triumph eine grosse Genugtuung. Nach dem SM-Titel 1999 verloren die Bernerinnen nicht weniger als vier wichtige Finals, nämlich an den Weltmeisterschaften 2000, an den Schweizer Meisterschaften 2001 und 2002 sowie an den Olympischen Spielen. Jetzt können sie abermals Europa- und die Weltmeisterschaften in ihre Planung aufnehmen und sich gute Chancen auf eine neuerliche Olympia-Teilnahme (2006 in Turin) ausrechnen.

An den nun folgenden Weltmeisterschaften in Winnipeg (5. - 13. April) wird die Schweiz von den letztjährigen Meisterteams vertreten, also durch St. Galler Bär und das Frauenteam von Nicole Strausak. Beide hatten sich ihren eigenen WM-Startplatz an den Europameisterschaften im Dezember in Grindelwald gesichert.

Männer. Final:

End 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ZE Total

Basel Ysfäger 0 0* 2* 0 0* 1* 1 1 0 0* 1* 6

Genf 1* 1 0 1* 0 0 0* 0* 1* 1 0 5

Frauen. Final:

End 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Total

Bern AAM 0* 1* 0 0* 2* 0 1* 2 0 1* 7

Bern 0 0 3* 0 0 2* 0 0* 1* 0 6

(bsk/sda)

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